9F07 Capsule

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Szene 1 - In Moe's Bar

Im Fernsehen läuft eine Sendung mit Troy McClure.
Troy McClure: Live aus Hawaii, von der wunderschönen Insel Molokai, jetzt nicht mehr nur für Aussätzige, präsentieren wir ihnen den "Karneval der Stars".
Es ist ein Zirkuszelt zu sehen. Troy McClure spaziert auf riesigen Stelzen ins Bild.
Troy McClure: Ich bin ihr Gastgeber, Troy McClure. Sie kennen mich vielleicht aus so berühmten Spielfilmen, wie "Die erotischen Abenteuer des Herkules" und "Wählt zweimal 'M' für massive Mordlüsternheit". Heute Abend erleben wir, wie Angela Lansbury auf glühenden Kohlen wandelt. Ein brandheißes Erlebnis.
Eine Frau geht barfuß über glühende Kohlen. Bei jedem Schritt züngeln Flammen an ihren Füßen hoch. Homer sitzt in Moe's Bar und sieht sich die Sendung an.
Homer: Wie kann jemand bloß seinen Körper derart mißhandeln?
Moe will gerade ein riesengroßes Glas wegtragen.
Homer: Moe, du willst die Salzbrühe doch nicht wegschütten!?
Homer nimmt das Glas und trinkt es auf einen Zug aus. Man sieht wieder das Fernsehbild.
Troy McClure: Aber zunächst haben wir hier einen Mann, dessen aufopfernder Kampf gegen die Kartoffelchipssucht zum Film der Woche wurde: Krusty, den Clown!
Krusty: Ich werde von Kevin Costner gespielt! Hoohahahahahaa!
Troy McClure: Doch nun hat er's mit schwierigen Kameraden zu tun. Mit drei sibirischen Tigern.
Krusty steht mit einer Peitsche vor drei weißen Tigern.
Krusty: Simba, auf den Ball!
Die drei Tiger stürzen sich auf Krusty.

Szene 2 - Im Haus der Simpsons

Bart und Lisa sitzen auf der Couch und sehen sich die Sendung auch an.
Bart: An dem werden die 'ne Weile zu kau'n haben.
Bart schaltet um. Es ist der Bienenmann zu sehen, der von einem Polizisten mit einer riesigen Fliegenklatsche verfolgt wird.
Bienenmann: Ajajaj, la policia!
Bart und Lisa lachen.

Szene 3 - In Moe's Bar

Moe telefoniert gerade.
Moe: Hey Homer! Für dich!
Moe gibt Homer den Telefonhörer. Marge ist am Telefon.
Marge: Hallo Homie. Es fängt an zu schneien. Du solltest schnell nach Hause kommen.
Marge schaut währendessen besorgt aus dem Fenster.
Homer: Aber Marge! Columbo wirft gerade Messer auf Ricardo Montalban.
Ricardo Montalban: Auu!
Columbo: Ohh! He! Entschuldige Ricardo!

Szene 4 - Auf den Straßen von Springfield

Homer sitzt im Auto und fährt nach Hause. Er hört dabei Radio.
Bill: Nehmt's gelassen Freunde. Es gibt 'ne kleine Schneepartie draußen.
Marty: Ich passe.
Bill: Hehe! Du wirst noch dein blaues Wunder erleben, Marty. Hahahahaa!
Homer sieht gar nicht richtig wohin er fährt, denn kaum hat der Scheibenwischer die Scheibe freigewischt, ist sie schon wieder zugeschneit. Plötzlich taucht vor ihm ein anderes Auto auf und er fährt dagegen.
Homer: Ahhhrrrr!
Homers Kopf schlägt voll aufs Lenkrad. Er steigt aus, als sich der Airbag doch noch aufbläst.
Homer: Neinn!
Homers sieht sich den Schaden an.
Homer: Ich hab ihn zumindest genauso erwischt, wie er mich.
Er dreht sich um und sieht Marge und die Kinder mit offenem Mund in der Haustür stehen. Nun merkt er, dass er auf sein zweites Auto, welches vor der Garage geparkt war, draufgefahren ist.
Homer: Neinn!

Szene 5 - Vor dem Haus der Simpsons

Am näcsten Morgen. Ein Abschleppwagen nimmt die beiden Autos an den Haken. Sie haben sich so sehr ineinander verkeilt, dass beide auf einmal abgeschleppt werden können. Ein Versicherungsangesteller spricht währenddessen mit Homer.
Versicherungsangestellter: Bevor ich ihnen den Scheck gebe, habe ich noch eine Frage. Dieser Laden bei Moe, den sie kurz vor dem Unfall verlassen haben, ist doch wohl ein Geschäft oder sowas ähnliches?
Homer in Gedanen: Sag bloß nicht, dass du in ner Kneipe warst. Hh! Aber was hat sonst so spät abends noch offen?
Homer: Naja, das ist so ein Erotikladen. Ich wollte mir einen schlüpfrigen Film kaufen.
Homer in Gedanken: Hähähä! Das hätt' ich nie von dir gedacht.

Szene 6 - Auf den Straßen von Springfield

Homer steht als Anhalter an einer Straße. Ein Lastwagen mit Wassermelonen hält an. Auf dem Beifahrersitz sitzt bereits ein Schwein.
Lastwagenfahrer: Leider muss der alte Grunz hier bei mir vorne sitzen. Mit den Wassermelonen kann ich ihn nicht alleine lassen.
Homer sitzt hinten auf der Ladefläche und isst gerade eine von den Wassermelonen. Der Lastwagen fährt an einem Schild vorbei: "Der verrückte Vaclav - Nächste Ausfahrt".

Szene 7 - Bei Crazy Vaclav's Place of Automobiles

Homer sieht sich nach einem günstigen Wagen um und sitzt in einem winzigen Auto. Der verrückte Vaclav steht daneben.
Verrückter Vaclav: Der fährt dreihundert Hektar mit einer einzigen Tankfüllung Kerosin.
Homer schaltet am Ganghebel herum. Die Gänge sind alle mit kyrillischen Buchstaben bezeichnet.
Homer: Aus welchem Land stammt dieser Wagen?
Verrückter Vaclav: Das es inzwischen nicht mehr gibt. Aber machen Sie Probefahrt und Sie werden mir zustimmen: Zagreb em slotik dev.
Homer startet den Motor und der verrückte Vaclav schiebt hinten an.
Verrückter Vaclav: Und nun schalten auf M! H! H! H!

Szene 8 - Auf der Springfielder Autoshow

Homer: Kinder! Wenn wir einen neuen Wagen kaufen, wird uns die Parkgebühr erstattet.
Homer steht an einem Stand "Win this car" - "Gewinne dieses Auto" und füllt einen Zettel aus. Vor dem Auto posiert eine hübsche Blondine.
Homer: Gewinnt man Sie zusammen mit dem Auto?
Blondine: Ach, du kleiner Unhold. (kichert)
Homer: Schade.
Ein anderer Mann kommt und macht auch beim Gewinnspiel mit.
Mann: Gewinnt man Sie zusammen mit dem Auto?
Blondine: Du kleiner Unhold. (kichert)
An einem anderen Stand ist der Todeswagen von Bonnie und Clyde zu sehen. Bart sitzt darin und tut so, als ob er mit einer Pistole aus dem Auto schießt.
Homer: Bart! Der Wagen hat mal Bonnie und Clyde gehört. Zeig ein bißchen Respekt!
Bart schlägt mit der Hand aufs Handschuhfach. Es springt auf und einige Geldbündel liegen darin. Bart nimmt sie erfreut an sich. Lisa steht bei einem Stand "Fourth Reich Motors - since 1946" - "Viertes Reich Motoren - seit 1946", und sieht sich ein Video an. Neben dem Fernsehgerät steht ein Mann und redet mit Lisa.
Mann von Fourth Reich Motors: Unsere unermüdlichen Sicherheitsingenieure führen im Jahr über tausend Unfalltests durch.
Im Video crasht ein Auto, das etwa so wie ein Mercedes aussieht, gegen eine Wand. Die Crashtestdummys im Auto werden ziemlich herumgeschleudert. Man sieht wie ein Dummy nach dem Unfall wegzukriechen versucht.
Lisa: Hey Moment! Das ist ja gar keine Puppe.
Mann von Fourth Reich Motors: Die Ausstellung ist geschlossen!
Er zieht schnell einen Vorhang vor Lisa zu.
Homer: Hu! Das Batmobil!
Homer rennt zum Auto.
Homer: Oh, Adam West! Hey Kinder, der Batman!
Lisa: Aber Dad! Das ist nicht der echte Batman.
Adam West steht auf und geht zu Bart und Lisa.
Adam West: Selbstverständlich bin ich Batman. Seht her, das ist ein Foto von mir mit Robin.
Bart: Wer ist denn dieser Robin?
Adam West: Oh, das hab ich ganz vergessen. Ihr kennt sicher nur die neuen Batmanfilme mit... Michelle Pfeiffer. Ha. Die einzigen richtigen Katzenfrauen waren Julie Newmar, Lee Meriwether oder Eartha Kitt. Ich brauchte mich nie mit Plastik auszustopfen, um meine Figur zu betonen. Bei mir ist alles echt. Ich versteh auch nicht, warum der neue Batman nicht mehr tanzt. Kennt ihr noch den Batuzi? Tscha hu tschu bah tscha hu tschu bah...
Adam West macht Tanzbewegungen. Während er redet dreht sich das Bild außerdem langsam nach rechts.
Homer: War nett sie kennen zu lernen. Geht weiter und nicht hypnotisieren lassen.
Homer nimmt Bart und Lisa bei den Schultern und geht mit ihnen rückwärts, während sie Adam West gebannt beim Tanzen zusehen. Homer stößt beim Zurückgehen an ein Podest, auf dem ein Schneepflug von Komatsu Motors ausgestellt ist.
Homer: Hh... Mann oh Mann! Was man mit dem Gerät alles machen könnte.

Szene 9 - In Homer's Gedanken

In Homers Gedanken sieht man eine Menge Leute, die vor dem Weißen Haus stehen und demonstrieren. Einige Protestschilder sind recht witzig: "Forget the Alamo", "Pay me not to work", "I dislike Ike", "Destroy all trees". Homer sitzt im Schneepflug, neben ihm steht George Bush Senior.
George Bush: Homer! Ich möchte ein paar wertvolle Kunstwerke aus dem Weißen Haus schmuggeln, aber ich komm' hier nicht weg wegen dieser widerlichen Demonstranten!
Homer: Mr. Präsident, ich werde diese jungen Leute mal mit der Wirklichkeit vertraut machen.
Er fährt mit seinen Schneepflug mitten durch die Demonstranten und schiebt so einen Weg frei.

Szene 10 - Auf der Springfielder Autoshow

Homer wacht wieder aus seinem Tagtraum auf. Neben ihm steht ein Verkäufer.
Homer: Hahaha... Nein, den kann ich mir nicht leisten.
Verkäufer: Aber mein Lieber. Der Wagen kostete kein Geld, der bringte Gelde ein. Die Ratenzahlungen verdienen Sie schon mit einfachem Wägebahnen.
Homer: Ich weiß nicht. Da muß ich erst mit meiner Frau sprechen.
Verkäufer: Du verheiratet? Pcchh!
Homer: Ich kann doch nicht nen Wagen für zwanzigtausend Dollar kaufen, nur weil sie solche Geräusche machen.
Verkäufer: Pcchh! Pcchh! Pcchh!
Homer geht vor dem Verkäufer auf die Knie.
Homer: Ja! Ich nehm ihn!

Szene 11 - Vor dem Haus der Simpsons

Homer steht mit Marge vor seinem neuen Schneepflug. Er hat eine Jacke mit der Aufschrift "Mr Plow" an.
Marge: Wie kannst du nur eine solche Mühle kaufen. Die können wir uns überhaupt nicht leisten.
Homer: Wenn du jedesmal wütend wirst, sobald ich etwas Dummes mache, dann werd' ich in Zukunft einfach aufhören dumme Sachen zu machen.
Marge: Gut!
Homer: Hiermit verspreche ich dir, nie wieder etwas Dummes zu machen. Gut' Nacht!
Er dreht sich um und läuft voll gegen die offene Tür des Schneepflugs.
Marge: Homie, hat das nicht wehgetan?
Homer: Nein!

Szene 12 - Auf einem Parkplatz

Homer verteilt an die parkenden Autos Flugblätter mit einem Foto von ihm und dem Schneepflug und der Aufschrift: "Mr. Plow - Call KL 5-3226".
Homer: Marge hat nicht mit diesen Flugblättern und mit meiner schrillen Jacke gerechnet.
Als er alle seine Werbezettel ausgeteilt hat kommt eine Windböe und reißt die ganzen Zettel wieder von den Autos.
Homer: Oh! Oh! Ahhh! Ahhh!
Barney: Lass es, Homer! Das lesen die Leute sowieso nicht.
Barney steht auf der anderen Straßenseite vor einem Geschäft für Babyartikel. Er ist nur mit einer Windel und mit einer albernen Babymütze bekleidet.
Barney: Pass auf: "Zwanzig Prozent Rabatt bei Lullabuys!" Sagen Sie nur: "Das große Baby schickt sie." Tun Sie nicht so, als ob Sie mich nicht hören! Ich rede mit Ihnen.
Barney verteilt Flugblätter an die Passanten. Jemand nimmt einen Zettel, wirft ihn aber gleich wieder in den nächsten Mülleimer. Die meisten nehmen aber die Flugblätter gar nicht und weichen Barney aus.
Grimmiger Mann: Du gehst mir auf'n Keks.
Barney: Jaja. Leute wie wir bringen es einfach nie zu etwas. Zum Glück kann ich wenigstens nicht noch tiefer sinken.
Eine Windböe erfaßt plötzlich Barneys Windel und reißt sie davon. Er rennt hinterher.
Barney: Ah Halt! Bleib hier du blöde Windel! Ach verdammt... Hallo Ma!

Szene 13 - In der Kirche

Reverend Lovejoy: Und nun lesen wir aus der Epistel des heiligen Paulus: Homer Simpson.
Homer tritt ans Pult.
Homer: Lieber Gott. In deiner unergründlichen Weisheit kennst du die Nummer, die du wählen musst, wenn du einen Schneepflug brauchst. Klondike 5-3-2-2-6.
Reverend Lovejoy: Homer! Das ist ja niedrigstes Niveau.
Homer: Noch viel niedriger sind meine Preise.
Reverend Lovejoy schnippst mit den Fingern. Zwei Männer kommen und bringen Homer nach draußen.
Homer: Hey... ich bin der Mann mit dem Schneepflug.

Szene 14 - Im Haus der Simpsons

Homer und Marge sitzen auf der Couch. Marge strickt gerade.
Homer: (jammert) Ich werde meinen Schneepflug verlieren.
Lisa: Daddy, willst du nicht 'ne billige Werbeeinschaltung machen, auf Kanal 92? Sieh's dir mal an.
Im Fernsehen ist der alte Kapitän zu sehen.
Horatio McCallister: Jaha! Neunzig Seemannsshantys auf drei CD-Platten.
Der Spot ähnelt diversen Werbesendungen, die man oft zu später Stunde im Fernsehen sieht. Ein Mann und eine Frau sitzen vorm Kaminfeuer und trinken Wein. Dazu laufen die ganzen Liedertitel auf den CD's durchs Bild. Ein paar Titel werden kurz angespielt. Der alte Kapitän singt sie alle selbst.
Horatio McCallister: Machen Sie mit und greifen Sie zu! Zu Ihrer Bestellung erhalten Sie noch eine Geschenk-CD: "Seemanns-Tanzfieber". Jaha!
Homer: Hmmm...
Später scheint Homer wirklich einen Spot gemacht zu haben. Homer kommt mit einer Schüssel Popcorn aus der Küche. Die anderen Familienmitglieder sitzen auf der Couch und sehen sehr müde aus.
Homer: Jetzt muss gleich unsere Werbung kommen.
Bart: Dad. Wer hockt denn schon nachts um 3 Uhr 17 vorm Fernseher?
Homer: Arbeitswütige, dann Arbeitslose und versauerte Alleinlebende.
Etwas später. Alle sind schon kurz vorm Einschlafen.
Lisa: Hh! Hey seht nur, da sind wir!
Alle werden plötzlich wieder munter und schauen auf den Fernseher.
Homer: Das mag vielleicht ein mieser Kanal sein, aber die Simpsons treten im Fernsehn auf.
Man sieht nun den Werbespot. Marge, Bart und Lisa stehen vor dem Haus. überall liegt Schnee.
Marge, Bart und Lisa: Der alte Winter hat zugeschlagen!
Sie zeigen auf Grandpa. Er hat ein Netz auf dem Kopf, an dem Eiswürfel hängen, und lacht sie aus.
Grampa: Ganz recht. Ich hab eure Einfahrt mit Eis und Schnee versperrt. Und was wollt ihr dagegen machen? Nichts! Seht nur her!
Er trampelt auf dem Schnee herum. Homer tritt ins Bild.
Homer: Hallo.
Marge, Bart und Lisa: Mister Schneepflug!!
Homer: Verschwinde du unangenehme... Jahreszeit!
Homer wirft Grampa aus dem Bild und tritt ihm in den Hintern.
Grampa: Jaja, ich geh ja schon.
Grampa läuft im Hintergrund durchs Bild, wirft seinen Kopfschmuck auf den Boden und geht ins Haus hinein.
Grampa: Früher waren wenigstens die Kinder noch dankbar wenn es geschneit hat...
Marge, Bart und Lisa: Juchhu!
Homer: Hallo, ich bin Mister Schneepflug! Haben Sie es satt sich mit dem Eispickel die Hände abzuhacken? Und dann diese ewigen Herz-Wutanfälle.
Bart und Lisa: Ahha.
Homer: Darum wählen sie Klondike 5-3-2-2-6. Rufen Sie an und sie erhalten ein Gratis-T-Shirt.
Vor dem Fernseher hält Homer ein vergammeltes T-Shirt in der Hand. Aufschrift: "Stockdale for Veep" - "Stockdale als Vizepräsident".
Homer: Übriggeblieben von den letzten Wahlen.
Man sieht wieder den Werbespot.
Lisa: Tja, ich bin aber ziemlich knickerig. Kann ich mir sowas überhaupt leisten?
Homer: Aber selbstverständlich. Meine Preise sind so niedrig, dass viele glauben ich hätte hier oben einen Dachschaden.
Bart: Sie haben doch eine offizielle Lizenz von der Stadt, Mister Schneepflug?
Homer: (möglichst unauffällig zu Bart) Halt die Klappe, mein Junge.
Vor dem Fernseher sieht Homer Bart wütend an.
Homer: Also nicht vergessen: (singt) Ich hab nen Schneepflug und alle Leute nennen mich Mister Schneepflug!
Er dreht sich um, damit man die Aufschrift auf seiner Jacke lesen kann. Der Werbespot ist zu Ende. Auf dem Sender ist nur noch das Testbild zu sehen.
Homer: So, jetzt hat auch Lieschen Einfahrt unsere Nummer. Jetzt können wir nur das Wartespielchen spielen.
Sie sitzen eine zeitlang still da.
Homer: Warten ist zum kotzen. Spielen wir lieber die Heinzelmännchen.

Szene 15 - Vor dem Kwik-E-Mart

Am nächsten Tag räumt Homer mit seinem Schneepflug gerade den Eingang zum Kwik-E-mart frei.
Apu: Vielen Dank, Mister Schneepflug. Jetzt kann ich meinen Laden offen halten.
Zwei Einbrecher mit Strumpfmasken über dem Kopf kommen vorgefahren. Einer davon ist Snake. Er lädt seine Waffe.
Snake: Schlagen wir zu!

Szene 16 - Vor dem Altersheim

Auch hier hat Homer gerade den Eingang freigeräumt. Die ganzen alten Leute stehen in der Tür.
Grampa: Jetzt sind wir keine Gefangenen mehr. Wir sind frei und wir können gehen wohin wir wollen. Hmmm... Mir ist kalt und ich hab Angst.
Sie gehen alle wieder rein.

Szene 17 - In der Grundschule von Springfield

Rektor Skinner läuft besorgt auf dem Gang hin und her. Die Schultür geht auf und Martin Prince kommt herein. Er fällt erschöpft zu Boden. Rektor Skinner geht zu ihm hin und hilft ihm auf.
Rektor Skinner: Die Schule wird heute ausfallen müssen.
Hausmeister Willie: Seht nur!
Man sieht wie Homer mit seinem Schneepflug vor dem Schulbus den Schnee wegräumt, so dass dieser sicher an der Schule ankommt. Als Bart aus dem Bus aussteigt, geht Rektor Skinner zu ihm hin.
Rektor Skinner: Der Unterricht kann stattfinden. Und das verdanken wir deinem Vater.
Kaum ist Skinner gegangen, kommt Nelson auf Bart zu.
Nelson: Dein letztes Stündchen hat geschlagen, Schneepflugbastard!
Aus allen Richtungen wird Bart nun mit Schneebällen beworfen, bis er zu Boden fällt.

Szene 18 - Vor dem Rathaus

Bürgermeister Quimby steht an einem Rednerpult. Homer steht neben ihm. Einige Zuschauer sind auch da.
Bürgermeister Quimby: Mister Schneepflug, da Sie es unseren Mitbürgern ermöglicht haben, ohne auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen, ihren Verpflichtungen nachzukommen, überreiche ich Ihnen den Schlüssel zur Stadt.
Bürgermeister Quimby übergibt Homer einen großen, goldenen Schlüssel.

Szene 19 - In Moe's Bar

Homer hält den Schlüssel in der Hand und hat noch den selben Anzug an, wie zuvor bei der Verleihung. Barney sitzt daneben und ist immer noch als Baby verkleidet. Auch die anderen Gäste sind um Homer versammelt und bewundern den Schlüssel.
Moe: So, bitte Mister Schneepflug. Das Bier geht aufs Haus.
Er stellt Homer einen Krug mit Bier hin.
Barney: Ich werd verrückt, Moe. Du hast ja nicht mal den iranischen Geiseln nach ihrer Freilassung ein Bier ausgegeben.
Moe: Ah... ich hab immer gesagt, die hätten da erst gar nicht hingehen sollen. Aber unser Homer ist ein echter Held.
Barney: Wenn ich doch auch bloß ein Held wäre.
Homer: Nur laut jammern nützt da gar nichts. Du mußt dir die Windel hochzieh'n, vor die Tür gehen, und dein bestes geben, was du zu bieten hast.
Barney springt auf.
Barney: Achtung, ich komme!
Er läuft zur Tür hinaus. Kurz darauf hört man es scheppern.
Homer: Glaubst du, dass er's schafft, Moe?
Moe: Bisher ist er immer ganz gut zurechtgekommen.

Szene 20 - Im Haus der Simpsons

Im Schlafzimmer liegt Marge schon im Bett. Homer kommt herein und zieht den Bademantel aus, den er an hat. Um seinen Hals hat er eine Kette, an der sein goldener Schlüssel hängt.
Marge: Ich hab mich gewaltig geirrt, als du dir diesen Wagen gekauft hast. Ja, jetzt bin ich mehr als stolz auf dich, Mister Schneepflug.
Homer gibt Marge einen Kuss auf den Hals.
Marge: Es mag albern klingen, aber würdest du mir den Gefallen tun und zur Abwechslung mal...
Homer: Die Nägel schneiden? Oder die Zähne putzen?
Marge: Nein, nein. Würdest du bitte deine Mr. Schneepflug-Jacke anziehen. Nur so, ähm, zum Spaß.
Homer: Oho! Hähähä.
Homer geht zum Schrank und zieht sich die Jacke an.
Homer: (singt) Hier seht nur her, ich bin im ganzen Land als Schneepflug wohlbekannt.
Während er singt geht er im Tanzschritt zurück ins Bett zu Marge. Homers Wecker klingelt am nächsten Morgen. Es ist 7:00 Uhr. Homer springt aus dem Bett, geht zum Fenster und macht den Vorhang auf. Draußen schneit es.
Homer: Ah! Weißes Gold!
Homer will gerade in seinen Schneepflug einsteigen, als er bemerkt, dass die Einfahrten in seiner Straße alle schon geräumt sind.
Homer: Hh! Was ist denn das? Das gibts doch nicht! Wer war das?
Ein Schneepflug kommt die Straße heraufgefahren. Er ist um einiges größer als der von Homer. An der Fahrertür steht "Plow King" - "Schneepflugkönig". Vor Homer's Haus hält der Schneepflug an und Barney, der eine Krone auf dem Kopf hat, winkt aus dem Fenster.
Barney: Hallo Homer. Du kannst dich verneigen vor dem Schneepflugkönig!
Homer: Barney, du hast mir meine Idee geklaut.
Barney: Nur keine Angst, Homer! Ein bißchen gesunder Wettbewerb hat noch niemandem geschadet.
Er zerschießt mit einer Pistole die Hinterreifen von Homers Schneepflug und fährt anschließend davon.
Barney: Hahahaha! Hahahaha!

Szene 21 - In Moe's Bar

Im Fernsehen läuft Barney's Werbespot. Barney steht auf einer Bühne, neben ihm befindet sich eine Attrappe von Homer.
Barney: Was für eine Überraschung! Das ist doch unser Mister Schneepflug.
Barney holt plötzlich einen Baseballschläger hinter seinem Rücken hervor und beginnt wie wild auf die Attrappe einzuschlagen. Der Kopf und ein Arm sind schon abgebrochen und hängen herunter. Zwei Assistenten kommen herbeigerannt und ziehen Barney weg, doch der reißt sich wieder los und schlägt weiter auf die Attrappe ein. Da kommt Linda Ronstedt, eine amerikanische Countrysängerin, ins Bild. Auch sie hat einen Baseballschläger dabei.
Linda Ronstedt: Hey Schneepflugkönig! Lass mir was übrig!
Barney: Wow! Linda Ronstedt!
Sie schlagen nun abwechselnd mit ihren Schlägern auf die am Boden liegenden Trümmer ein. Alle in der Bar haben den Werbespot verfolgt.
Moe: Linda Ronstedt. Wie hast du die denn gekriegt?
Barney: Ach... wir wollten schon seit langem mal irgendwas zusammen machen.
Man sieht wieder das Fernsehbild. Linda Ronstedt hat ein Mikrofon in der Hand und beginnt zu singen.
Linda Ronstedt: (singend)

When the snow starts to falling
there's a man you should be calling.
That's KL-five-four-seven-nine-six, let it ring.
Mr. Plow is a looser and I think he is a boozer.
...

Homer spuckt vor Schreck sein Bier aus.
Linda Ronstedt und Barney: (singend)

...
'so you better make that call to the Plow King.

Barney rülst Linda Ronstedt ins Gesicht. In der Bar konfrontiert Homer Barney.
Homer: Wie konntest du das nur machen, Barney? Nach allem was ich für dich getan hab.
Homer erinnert sich zurück.

Szene 22 - In Homer's Erinnerung

Der jugendliche Barney sitzt im Bett und lernt.
Barney: Tränenreich steht in Verbindung zu schwermütig, hier auffallend zu, ähm, schäumend...
Homer kommt mit einem Sechserpack Bierdosen ins Zimmer. Barney überprüft seine Antwort auf den letzten Seiten seines Übungsheftes.
Barney: Wow, Harvard ist nicht mehr fern.
Homer: Psst, Barney! Mein Vater schläft. Willst du 'n Bier?
Barney: Ich weiß nicht recht. Morgen ist Prüfung.
Homer: Warum? Dazu kann ich nur sagen: Bier macht locker.
Homer macht eine Dose auf und hält sie Barney hin.
Barney: Na schön. Aber nur eins! Wenn du mich dafür in Ruhe lässt.
Barney nimmt die Dose und trinkt zuerst nur einen kleinen Schluck. Dann scheint er aber auf den Geschmack gekommen zu sein und schüttet sich den Rest richtiggehend hinunter. Nun sieht man wie sich Barney Bild für Bild von einem eigentlich ganz ansehnlichen jungen Mann zu einem schielenden, zerzausten Besoffenen wandelt. Barney wendet sich an die Bierdose.
Barney: Ahh! Hey, auf dich habe ich mein Leben lang gewartet.
Die Szene kehrt wieder in die Gegenwart zurück. Homer seufzt.

Szene 23 - Vor Flanders' Haus

Barney hat gerade mit seinem Schneepflug die Zufahrt geräumt und fährt nun weg.
Ned Flanders: Danke, Schneepflugkönig-verwöhn-mich!
Homer ist inzwischen auch mit seinem Schneepflug eingetroffen und kommt auf Ned zu.
Homer: Hey, Flanders! Ich dachte, ich wär hier der Schneepflugmann?
Ned Flanders: Ach Homer, räumen sie ruhig nochmal.
Ned Flanders zieht einige Geldscheine aus seiner Jacke.
Homer: Mitleid brauch' ich nicht. Auf ihre dummen Sprüche kann ich verzichten. Ihr Geld nehme ich, aber... ihre Einfahrt räum ich nicht nochmal.
Homer nimmt Flanders das Geld aus der Hand und geht.

Szene 24 - Vor Adam West's Haus

Wieder fährt Barney gerade weg, als Homer mit seinem Schneepflug eintrifft.
Homer: Mr. West, sie haben gesagt sie hätten einen Job für mich.
Adam West: Tja... als ich sie angerufen hab. Das war vor... 45 Minuten.
Während er redet dreht sich das Bild wieder langsam nach rechts.
Barney: Bis dann Superman! Ich werde ihre wahre Identität geheimhalten.
Daraufhin springt Adam West in das Batmobil und startet den Motor. Anfangs schießt gleich eine Stichflamme hinten aus dem Düsentriebwerk, aber als er losfährt qualmt es nur noch ein wenig und auch der Auspuff schleift schon auf dem Boden. Währenddessen wird die Musik von Batman gespielt.

Szene 25 - Im Haus der Simpsons

Alle halten sich im Wohnzimmer auf. Homer wartet ungeduldig auf einen Anruf.
Homer: Nun klingel schon, du verdammtes Telefon.
Das Telefon klingelt und Homer geht ran.
Homer: Mister Schneepflug. Unter dem Namen bin ich im ganzen Land bekannt.
Mann am Telefon: Hallo. Ich bin vom Rateneintreibungsbüro bei der Komatsu-Hauptverhandlung.
Homer: Oh, da wollen sie sicher Mr. Schneepflug sprechen, der die Einfahrten räumt. Aber mein Name ist Unfug. So wie in Espen die Wespen... und auch die Lesben.
Homer legt wieder auf.
Homer: Ach, was soll ich jetzt bloß machen?
Lisa: Wie wärs mit 'nem neuen Werbespot. Fröhlich und originell!
Homer dreht die Mr. Schneepflug-Kappe auf seinem Kopf nach hinten, so dass er wie ein Rapper aussieht.
Homer: Ja vielleicht so 'ne Art Rap.
Homer: (rapend)

Tu tschi tschi tschu tschi tschi tschu tschi tschi bumm.
Ich bin Mister Schneepflug und ich mache keinen Unfug.
Ich trinke wenig Bier und verjage jedes Tier.
...

Bart: Oh Dad!
Homer: (rapend)

Und dann räum ich alles weg, selbst den dicksten Dreck.

Bart: Hör auf!
Homer: (rapend)

Die Kuh im Stall mit 'nem großen Knall.

Bart: Bitte! Hör sofort damit auf!
Lisa: Und versprich, dass du's nie wieder tust.
Homer: Na schön.

Szene 26 - Bei der Mc Mahon and Tate Advertising Agency

Werbefachmann: Mr. Simpson, ich garantiere ihnen, dass wir ihnen einen Werbespot liefern, der ihr Geschäft wieder ankurbelt. Sie kennen die Radiowerbung, wo sich zwei Leute mit schrillen Stimmen etwas vorjammern? Die habe ich erfunden.
Homer steht auf und verpasst dem Mann einen Faustschlag ins Gesicht.
Werbefachmann: AU! Das passiert mir immer.

Szene 27 - Im Haus der Simpsons

Die ganze Familie ist vor dem Fernseher versammelt. Im Fernsehen sieht man eine Frau, die eine Schneekugel in der Hand hält und dabei eine Opernarie singt. Eine Tür öffnet sich, ein Mann steht darin. Man sieht im Zeitraffer Wolken über eine Stadt hinwegziehen und die Sonne untergehen. Nun sieht man wieder den Mann. Die Schneekugel liegt vor ihm am Boden. Der Mann nimmt die Schneekugel und zerschlägt sie. Der Schnee aus der Kugel wirbelt umher und als er wieder weg ist, sieht man ein Schild mit der Aufschrift "Mr. Plow".
Lisa: Dad, war das dein Werbespot?
Homer: Keine Ahnung.

Szene 28 - Vor dem Rathaus

Bürgermeister Quimby steht am Redepult, neben ihm stehen Homer und Barney.
Bürgermeister Quimby: Die Fackel ist inzwischen an eine neue Generation von ähhh... Schneepflugtypen übergegangen.
Bürgermeister Quimby wendet sich an Homer.
Bürgermeister Quimby: Her mit dem Schlüssel!
Er nimmt Homer den goldenen Schlüssel weg und betrachtet ihn.
Bürgermeister Quimby: Das sind ja Zahnabdrücke!
Homer: Ich hab gedacht da wär' Schokolade drin... Warum war er dann in Folie verpackt?
Bürgermeister Quimby: Der war überhaupt nicht verpackt.

Szene 29 - Im Haus der Simpsons

Homer sitzt auf der Couch und sieht sich im Fernsehen die Nachrichten an. Die Schlagzeile lautet: "Record Snowfall". Darunter sieht man ein zugeschneites Hausdach und den Kopf einer Giraffe aus dem Schnee herausragen.
Kent Brockman: Von dem Blizzard am schlimmsten heimgesucht ist die Ortschaft Springfield. Unser Reporter Arnie Pye ist dort vor Ort.
Das Bild schaltet um auf Arnie Pye, der von einem Hubschrauber aus berichtet.
Arnie Pye: Es ist total verschneit. Wo man hinsieht ist alles weiß.
Kent Brockman: Arnie, bitte die Skikonditionen.
Es wird wieder zu Arnie Pye geschaltet. Diesmal steht das Bild auf dem Kopf.
Arnie Pye: SOS! SOS! Wir fliegen gegen einen Berg. Sagt meiner Frau ich liebe...
Das Bild flimmert nur noch. Kent lacht kurz.
Kent Brockman: Hervorragend Arnie.
Homer greift zum Telefon und wählt. Er verstellt seine Stimme.
Homer: Hallo? Räumkönig? Würden sie wohl bitte meine Einfahrt räumen? Ich wohn ganz oben beim abschreckenden Witwengipfel.
Man sieht Barney am anderen Ende der Leitung. Er sitzt mit Linda Ronstedt im Whirlpool.
Barney: Es tut mir Leid, dann wär' ich den ganzen Tag unterwegs. Ich wär' nicht mehr in der Lage noch eine Einfahrt zu räumen.
Homer: Schade. Sie hätten auch 'n Zehntausenderschein bekommen.
Barney: Ach ja? Welcher Präsident ist denn drauf?
Homer: Ähm... so gut wie alle. Sie feiern eine Party. Manche sind auch schon umgefallen.
Barney: Wow! Ich komme sofort.
Linda Ronstedt: Barney, ich werde eine spanische Version deiner Werbung auf meiner nächsten Platte singen: Senjor Schneepflug nues macho es solamente un borracho.
Barney: Ja, sehr gut.

Szene 30 - In den Straßen von Springfield

Homer unterhält sich mit einer Frau vor ihrem Haus.
Frau: Selbstverständlich habe ich nichts dagegen, dass sie hier meine Einfahrt räumen. Doch frag ich mich, wo der Schneepflugkönig steckt.
Sie hat eine Geldbörse in der Hand und bezahlt Homer.
Homer: Tja, er ist nun mal seinen Kunden nicht treu und versetzt sie.
Frau: Halt! Bitte passen sie auf, dass sie den Asphalt nicht zerkratzen.
Homer: (murmelt) Ach, leck mich am Asphalt.

Szene 31 - Im Haus der Simpsons

Alle sitzen auf dem Sofa. Homer hat ein Bündel Geldscheine in der Hand.
Homer: Hihi, da hab ich nur gesagt: Leck mich am Asphalt.
Im Fernsehen läuft eine Nachrichtensendung.
Kent Brockman: Springfields beliebter Schneepflugkönig... ist im Schnee verschollen.
Die Simpsons erschrecken. Im Fernsehen sieht man eine Aufnahme von Barney mit einem großen Scheck in der Hand. Um ihn herum stehen lauter Ballettänzer.
Kent Brockman: Barney Gamble, hier beim überreichen einer 50.000 Dollar Spende an das Shelbyville-Tanztheater, wurde heute morgen von einer plötzlichen Lawine am Witwengipfel überrascht. Zufällig wurde die Szene auf Film festgehalten, von einem Kamerateam, dass gerade auf der Suche nach dem Schneemenschen dreht.
Man sieht nun einen Filmausschnitt, in dem ein Bigfoot durch einen Wald marschiert.
Kameramann: Halt Bob! Man sieht ja deine Armbanduhr!
"Bigfoot": Ach, verdammt!
Kameramann: Hey, was ist denn das?
Er schwenkt mit der Kamera auf Barney, der vor seinem Schneepflug steht. Er scheint sich verfahren zu haben, da er sich gerade eine Landkarte ansieht. Barney rülpst, im nächsten Augenblick löst sich eine Lawine und begräbt ihn unter sich. Homer springt vom Sofa auf.
Homer: Das ist alles nur meine Schuld. Ich muss ihn unbedingt retten.

Szene 32 - Am Fuß des Wittwengipfels

Homer steht mit seinem Schneepflug am Fuß des Witwengipfels. Marge und die Kinder sind auch dort. Homer füllt gerade Bier in eine Thermoskanne, anschließend will er losfahren.
Marge: Homer, ich flehe dich an. Fahre nicht!
Homer: Ach, die gute Kiste hält die Spur wie eine Bergziege.
Man sieht oben auf einem Felsen eine Ziege stehen. Sie kommt ins Rutschen und fällt herunter, wobei sie bei jedem Aufprall einen "Määh"-Schrei ausstößt, der jedesmal kläglicher wird. Homer macht sich aber trotzdem auf den Weg. Er fährt auf einer ziemlich wackligen Brücke über eine tiefe Schlucht. Als er sich schon mitten auf der Brücke befindet, sieht er zu seiner Linken eine nagelneue Brücke, die ebenfalls über die Schlucht führt.
Homer: Neinn!
Anschließend sieht man, wie Homer auf einer sehr schmalen Straße fährt. Auf der rechten Seite befindet sich die steil ansteigende Felswand und auf der linken Seite geht es wohl an die hundert Meter senkrecht in die Tiefe. Da bricht plötzlich ein Stück von der Straße ab, und Homer droht mit seinem Schneepflug in den Abgrund zu stürzen.
Homer: Aaahh!... Nur die Ruhe bewahren. Ganz ruhig.
Homer dreht am Sendersuchknopf an seinem Autoradio. Damit bewegt er die Anzeigenadel, die den Sender anzeigt, nach rechts. Durch diese geringe Gewichtsverlagerung senkt sich der Schneepflug wieder auf die Straße und Homer kann weiterfahren. Man sieht jetzt Barney, der mit dem Unterkörper im Schnee feststeckt.
Barney: Ach, Sterben ist halb so schlimm. Dann bin ich mit all meinen Lieben wieder vereint. Meinem Dad, und dieser Pflanze, die ich nie gegossen habe.
Plötzlich taucht Homer mit seinem Schneepflug vor Barney auf.
Homer: Barney!
Homer steigt aus und zieht Barney aus dem Schnee heraus.
Barney: Homer! Du hast mir das Leben gerettet. Das werd ich dir nie im Leben vergessen. Von nun an sind wir beide Partner!
Homer: Das ist nett von dir Barney. Wenn zwei gute Freunde zusammenarbeiten, kann nicht mal Gott persönlich was dagegen machen.
Aus dem Himmel ertönt eine Stimme.
Gott: Wirklich nicht?
Plötzlich verschwinden alle Wolken und die Sonne scheint. Sofort schmilzt der ganze Schnee und überall wachsen Blumen. Man sieht auch zwei Schneemänner, die ebenfalls schmelzen.

Szene 33 - Vor dem Altenheim

Im Altenheim stehen die ganzen alten Leute an der Eingangstür.
Grampa: Der Schnee ist geschmolzen. Jetzt können wir wieder gefahrlos vor die Tür gehen... Ach, es passt mir nicht, was die Teenager da drüben treiben.
Sie gehen wieder zurück ins Altenheim.

Szene 34 - Im Haus der Simpsons

Im Fernsehen laufen die Nachrichten.
Kent Brockman: Ist diese furchtbare Hitzewelle das Ergebnis des Treibhauseffekts? Wenn Tagestemperaturen um 20° mitten im Winter von Autoabgasen verursacht werden, dann müssen sie mir zugestehen, dass ich meinen alten Schlitten weiter fahre. Hahahahaa!
Homer und Marge liegen im Bett und sehen sich die Sendung an. Das Telefon klingelt und Homer geht ran.
Homer: Ja, hallo.
Mann am Telefon: Hallo, hier ist die Pfändungsabteilung. Ich rufe nur an, um sie abzulenken, während wir ihren Schneepflug abholen.
Homer: Ach ja? Für wie dumm halten sie mich?
Draußen sieht man, wie ein Abschleppwagen Homers Schneepflug mitnimmt.
Marge: Ach, jetzt beschwer dich nicht, Homie. Du bist gesund, hast deinen besten Freund wieder und du hast dieses besondere, gewisse Etwas.
Homer: Du meinst...
Er zeigt mit seinem Kopf in Richtung Schrank.
Marge: Hmm hmm.
Homer geht zum Schrank und zieht sich seine Mr.-Schneepflug-Jacke an.
Homer: Als Mr. Schnneepflug bin ich bekannt, und das werd' ich bleiben in Stadt und Land. Laut Vorhersage kommt jetzt ein heftiges Leidenschaftsgestöber, gefolgt von einem heißem Nahkampf in den tieferen Regionen.
Marge kichert.