5F20 Capsule

Aus Simpsonspedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

S10E01 - Ein jeder kriegt sein Fett - Capsule

Im Einkaufsmarkt „Try-N-Save“

Die Simpsons sind beim Einkaufen, um neue Schulsachen zu kaufen.

Lisa: Sieh mal Dad, hier gibt’s alle Sorten von Papier: Recycelt, ohne Linien, mit Linien, ohh, sogar im College-Format!

Homer: Kannst du nicht einfach auf deinen Arm schreiben, so wie ich?

Homer schaut auf seinen Arm „Rot = Schmelzpunkt“.

Derweil ist Marge mit Bart in paar Gänge weiter.

Bart schmeißt diverse Sachen in den Einkaufskorb, darunter Büroklammern etc.

Marge: Du brauchst nur Gummibänder und Büroklammern? Brauchst du kein Notizbuch oder sonst was?

Bart: Nein, heutzutage macht man alles mit dem Computer.

Bart schnappt sich ein paar Klammeraffen und schießt damit auf einen Aufsteller.

Bart: Und Heftern! …Computer und Hefter!

Marge: Hmmmmm!

Lisa geht weiter und entdeckt Lernhilfen, darunter ein „Aufzieh-Rad“, auf dem Krusty abgebildet ist.

Lisa: Krusty’s Sprich-und-sag-es.

Sie schaut es sich genauer an. Derweil wird sie von Milhouse entdeckt.

Milhouse: Ohh, Lisa! Ganz cool bleiben, Millie.

Er schmiert sich Kleber in die Haare, stylt sie hoch und setzt seine Brille darauf. Durch seine schlechten Augen erkennt er nichts und läuft gegen ein Regal, wodurch Lisa auf ihn aufmerksam wird.

Milhouse: Oh, hallo Lisa. Hattest du schöne Sommerferien? Findest du es nicht auch schrecklich, dass wir morgen wieder in diese dumme Schule gehen müssen?

Lisa: Ich gehe gern zur Schule!

Milhouse: Aber ja, ich auch. Wir haben wirklich sehr viel gemeinsam.

Lisa: Da oben klebt ein Stift an deiner Spuck-Locke!

Milhouse: Wenn dir das nicht gefällt, nehme ich ihn sofort weg.

Er reißt den Stift, samt ein paar Haare raus.

Milhouse: Willst du sie haben?

Lisa: Nein!


Im Kwik-E-Markt

Homer: Ok Apu, geb mir das Übliche!

Apu: Sofort! Ein Kwik-E-Würstchen, eine Kaugummi-Zigarre und die neueste Ausgabe des Erfolgsmagazin’s!

Homer isst sein Würstchen und bemerkt eine Auffälligkeit.

Homer: Hey, diese Wurst schmeckt irgendwie anders.

Apu: Ja ich habe die Maschine grade geputzt. Daher war der Hot-Dog, den du grad verputzt, nicht in ranzigen Fett eingelegt.

Homer: Mag sein ja, aber ohne dieses Fett schmeckt er eigentlich nur nach Schweineafter.

Apu: Tut mir Leid, aber das habe ich inzwischen an die Schmelzfabrik verkauft!

Homer: Die kaufen altes Fett??

Apu: Oh ja, daraus werden Produkte, wie Seife, Kosmetik und Babynahrung hergestellt.

Homer: Mit altem Fett kann man Geld machen? Dann fließt durch meine Arterien ja wertvolles gelbes Gold. Ich bin reich Apu, ich bin reich!

Er bekommt einen leichten Herzanfall.

Homer: Das ist wie Geld auf der Bank!


Im Haus der Simpsons

Homer brutzelt in der Küche Speck.

Homer: Ok, der Speck ist fertig.

Anstatt ihn selber zu essen, wirft er den brutzeligen Speck Knecht Ruprecht hin, der schon ganz dick ist.

Homer: So und damit wird jetzt Profit gemacht.

Er schüttet das ausgelassene Fett der Pfanne in eine Dose, dass er anschließend verkaufen will.

Bart: Ich weiß nicht, Dad. Ich hab das Gefühl, der Hund kann keinen Speck mehr sehen!

Homer: Sieht aus als wäre er mal wieder soweit zum auszupressen!

Marge: Homer, die Speckpackung wollte ich bei meinem Bridgeturnier heute Abend servieren!

Homer: Wenn du nichts dagegen hast, Marge, versuche ich mir grade eine finanzielle Unabhängigkeit zu verschaffen!

Marge: Mit Dosen voll Fett?

Homer: (sarkastisch) Nein, mit Ersparnissen und ausgeklügelten Geldanlagen … natürlich mit Fett!!

Lisa: Komm schon Bart, der Bus ist da.

Bart und Lisa sind im Begriff aufzubrechen.

Homer: (zu Bart) Hey, sag mal wo willst du hin?

Bart: Heute fängt die Schule wieder an.

Homer: Tut mir Leid, nicht für dich. Du bist jetzt im Fetthandel tätig!


In der Grundschule von Springfield

Ralph hat verbundene Augen und hält ein Referat über seine Ferien.

Ralph: Und daraufhin hat der Arzt mir gesagt, dass meine beiden Augen faul wären. Darum waren es die schönsten Sommerferien meines Lebens.

Mrs. Hoover: Danke Ralph, setz dich wieder auf deinen Platz.

Da Ralph nichts sieht, läuft er aus dem Klassenzimmer.

Nelson (im Gang): Hey du Blindschleiche, gute Reise.

Ralph: Ahhh!

Nelson: Haha!

Auf einmal ertönt eine Direktoransage.

Skinner: Achtung, bitte. Ich suche einen Freiwilligen für eine undankbare Arbeit.

Die einzige, die sich meldet, ist Lisa.

Skinner: Gehe ich Recht in der Annahme, dass die einzige erhobene Hand Lisa Simpson gehört? Danke Lisa.

Lisa begibt sich daraufhin ins Zimmer des Direktors.

Skinner: Wir haben eine neue Schülerin! Du sollst sie mit allen bekannt machen, den Speisesaal, den Baum, aber wenn ihr zum Trophäenschrank kommt, tisch ihr einfach eine Wahnsinnsgeschichte auf, die seien grad weg zum Reinigen.

Lisa: Keine Sorge, das mach ich gern! Ich weiß wie das ist, wenn man als Außenstehender wo hinkommt. Da fühlt man sich am Anfang nie ganz …

Skinner öffnet die Tür, die neue Mitschülerin betritt den Raum.

Skinner: Lisa, darf ich dir Alex Whitney vorstellen?

Alex: Dein Name ist Lisa? Halt die Klappe, ich liebe diesen Namen!

Lisa: Hat sie gesagt, ich soll die Klappe halten?

Skinner: Klärt das vor der Tür.

Lisa: Nimm dir am besten einen Schrank hier auf diesem Flur, gleich neben der Bibliothek!

Alex versprüht ein paar Mal Parfüm.

Lisa: Ist das Parfüm?

Alex: Jetzt spiel nicht die Unwissende! Das ist Pretension von Kelvin Klein! Magst du ein bisschen?

Sie sprüht Lisa direkt ins Gesicht.

Lisa hustet und schüttelt eingeschüchtert den Kopf.

Alex: Ok, was ist denn hier so los in Springfield, wie kann man sich hier amüsieren?

Lisa: Naja, zunächst wirst du sicher eine hübsche Puppe haben. Die neue Malibu Stacey hat einen beachtlichen Brustumfang!

Alex: Puppen, ach ja. Was gibt’s denn sonst noch so?

Lisa: Oh, mit Murmeln spielen, das ist wieder in. Das war mal aus der Mode aber jetzt macht es jeder wieder gern!

Alex: Meinst du etwa dieses Spiel mit den kleinen runden Kugeln?

Lisa: Ach keine Angst, das lernt man ganz schnell. Sobald du ein paar getroffen hat, hast du den Trick wieder raus.

Alex: (unbeeindruckt) Aha!

Sie laufen an den Trophäenschrank vorbei, der vollkommen leer ist.

Alex: Sollten in diesem Schrank nicht irgendwelche Trophäen stehen?

Lisa: Ehh, die sind alle drauf gegangen bei dem großen Trophäenfeuer.

In diesem Moment kommt Skinner vorbei.

Skinner: Ah, wie ich sehe sind die Trophäen immer noch nicht vom Reinigen zurück, stimmt’s Lisa?


In der Fett-Recyling-Fabrik

Ein Angestellter wiegt das Fett, das Homer abgegeben hat.

Homer: So mein Junge, jetzt wird sich unsere harte, aufopferungsvolle und schmerzvolle Arbeit bezahlt machen!

Angestellter: Genau 4 Pfund Fett! Dafür bekommen Sie 63 Cent.

Homer: Juhuu!

Bart: Dad, allein der Speck hat 27 Dollar gekostet!

Homer: Ja sicher, aber den hat auch deine Mum bezahlt!

Bart: Kriegt die ihr Haushaltsgeld denn nicht von dir?

Homer: Ja und ich verdiene mein Geld mit Fett, wo liegt das Problem?

In diesem Moment fährt ein großer Laster, voll mit Fett, vor.

Homer: Wow, sieh dir nur die Fettladung an! Wenn wir es erst mal geschafft haben, Papiergeld einzunehmen, müssen wir uns unsere Firma unbedingt erweitern.

Bart: Ich weiß nicht wie lange ich noch die Schule schwänzen darf!

Homer: Ach darauf kannst du pfeifen! Ich hab das Gefühl, dass dieses Gewerbe unser gesamtes Leben aufzehren wird!


In der Grundschule von Springfield

Die Schüler essen Mittag und Lisa versucht Alex ihren Freundinnen vorzustellen.

Lisa: Alex komm’ her! Darf die neue sich hier zu uns setzen?

Einige Mädchen sind unsicher.

Lisa: Sie ist etwas wunderlich aber geben wir ihr eine Chance!

Alex kommt an den Essenstisch an.

Lisa: Leute, das ist Alex!

Sherry und Terry: Hallo.

Alex: Oh, Zwillinge, wer von euch beiden ist denn die Böse, haha?

Lisa (verlegen): Haha! Setz dich, ich hol schnell unser Essen!

Allison: Ich habe eine Frage, Alex, wo warst du…

Alex Handy klingelt plötzlich.

Alex: Einen Augenblick, ja? (am Handy): Hallo?

Die Mädchen sind beeindruckt.

Alex: Ha, willst du mir unterstellen, dass ich so eine billige Kreditkarte habe?

Sie klappt das Handy zu und steckt es in ihre Handtasche.

Sherry: Du hast ein Handy, ich werd’ verrückt!

Terry: Und eine richtige Handtasche.

Lisa beobachtet das Geschehen vom Mittagstresen aus.

Lisa: So ist es richtig, sei bloß nicht schüchtern! Und jetzt noch ein kleiner Scherz um das Eis zu brechen!

In dem Moment brechen die Mädchen in Gelächter aus.

Lisa: War wohl ein größerer Scherz.

Alex steht auf und präsentiert ihr Outfit.

Lisa: Achtung, vorsicht! Angeber mag niemand!

Schnell gewinnen die Mädchen Alex Vertrauen und verschwinden gemeinsam, ohne Lisa.

Lisa: Oh wo wollen, die denn hin? Hey wartet. … Jetzt sind sie ohne mich abgehauen!

Milhouse: Oh Lisa, hier ich hab dir einen Platz frei gehalten! Mit einer Super-Super-Spezial-Mahlzeit! Du verstehst, was ich meine, hä?

Er zieht seine Augenbrauen weit nach oben.

Skinner: Milhouse, runter mit den Augenbrauen!

Milhouse folgt der Anweisung, jedoch erst nur mit einer.

Skinner: Mit der anderen auch!


In dem Haus der Simpsons

Die Familie sitzt zum Abendbrot zusammen.

Lisa: Da bin ich nett zu Alex und sie macht mir all meine Freundinnen abspenstig und lässt mich eiskalt fallen!

Marge: Die haben die nicht fallen lassen, mein Schatz. Vielleicht wollten sie gemeinsam eine Überraschungsparty für dich veranstalten.

Bart: (lachend) Oh ja, das ist ein guter Witz, Mum!

Lisa: Die fahren nur auf sie ab, weil sie so erwachsen wirkt mit ihren Parfum und den Handy und oh das muss ich dir sagen, Mum. Sie trinkt Eistee!

Homer: Lisa, ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass jemand liebenswerter ist, als du! Naja, bis auf dieses neue Mädchen, darum geb’ ich dir den Rat, sie ihn jeder Beziehung nachzuahmen.

Lisa: Aber Dad!

Homer: Eh, eh, denk mal nach. Würde Alex das auch sagen?


In der Grundschule von Springfield (nächster Tag)

Lisa befindet sich grad bei ihrem Schließfach, da trifft sie auf Alex und die Mädchen, die ihr nacheifern.

Alex: Oh, da bist du ja. Tut mir Leid, dass wir gestern abgehauen sind, aber die Mädchen wollten mir unbedingt den Baum zeigen!

Lisa: Ist doch nicht der Rede wert. Ich bin dir nicht böse.

Alex: Trotzdem hab ich dir ein Geschenk mitgebracht!

Sie zeigt ihr Ohrringe.

Lisa: Oh nein, Ohrringe, wow, ich kann mich nur bei dir bedanken, Alex. Aber die sind nur für gepiercte Ohren.

Sherry und Terry: Ja, sind die nicht fabelhaft. Das hat Alex gemacht.

Alex: Ja, dazu braucht man nur eine Heftzwecke und Papierhandtücher.

Lisa: Ach ich weiß nicht Recht, ob ich mir die Ohren durchbohren möchte.

Alex: Na gut, dann kannst du sie ja deiner Puppe an die Ohren pinnen lassen!

Die Mädchen lachen herzlich.

Alex: War nur ein Witz, Lisa. Eines Tages bist auch du so weit.

Skinner: Oh Lisa, ich hoffe doch sehr, dass du dieses Jahr wieder unser schulweites Apfelerntefest anführst.

Lisa: Selbstverständlich.

Alex. Apfelerntefest?

Lisa: Ja, das ist toll, da kann man Pony reiten, es gibt Singabende, da werden Äpfel gepflückt, gefischt, alles was mit Äpfeln zu tun hat.

Skinner: Du hast Äpfelfischen vergessen.

Lisa: Nein das stimmt nicht!

Allison: (zu Alex) Wurden auf deiner alten Schule keine Äpfel gepflückt?

Alex: Nein, mit Obst hatten wir nicht viel zu tun. Bei uns ging es mehr ums tanzen, um Dinge, die Spaß machen.

Sherry: Tanzen, das ist eine tolle Idee, Alex!

Terry: Ja, Rektor Skinner, können wir stattdessen nicht lieber tanzen?

Skinner: Ach ich weiß nicht. Einen Tanzabend hat es noch nie gegeben! Lisa, du machst die Vorbereitungen, was meinst du?

Lisa: ich weiß nicht Recht, die Ponys drehen vielleicht durch bei der lauten Musik!

Skinner: Da gibt es doch gar keine Ponys!

Lisa: Naja, also dann eben das Risiko sich unbeliebt zu machen. Ich kann dazu so wie so nur sagen…

Die Mädchen schauen sie erwartungsvoll an. Lisa entscheidet sich für einen Tanzabend. Schnell ist ein Plakat dafür angefertigt, dass sie an der der Tür der Turnhalle anbringt.

Skinner: Ein Schultanzabend?? Dazu habe ich nicht meine Zustimmung gegeben!

Lisa: Oh doch, gestern Abend, vor meinem Schulschrank!

Skinner: Oh ja, gestern Abend. Ich erinner’ mich. Dann fahr bitte fort.

Lisa: Ach das gibt’s nicht!


In den Straßen von Springfield

Homer fährt mit Bart umher, auf der Suche nach viel Fett. Sie halten bei Krusty Burger.

Bart: Wenn du Fett brauchst, dann geh zur Quelle - den guten alten Krusty-Burger!

Homer: Da hast du völlig Recht! Sieh dir den Rotschopf an (Angestellter). Der hat allein auf seiner Stirn schon Fett im Wert von 20 Dollar!

Bart: Ich hatte eigentlich an die Fritteuse gedacht!

Homer: Schön, versuchen wir es auf deine Art!

Angestellter: Kann ich ihnen irgendwie helfen?

Homer: Du meine Güte bist du vielleicht fettig!

Der Angestellte, von Homer stark bedrängt, ruft nach seinem Boss. Doch Homer hat Erfolg. Die Fettreste lädt er ruhig in den Kofferraum von Marge’s Wagens.

Bart: Ohje, Mum wird dich umbringen!

Homer: Wenn sie gewollt hätte, dass ihr Wagen sauber bleibt, hätte sie die Autoschlüssel besser verstecken sollen. Hey was ist denn das?

Homer bemerkt plötzlich, wie das Fett aus dem Kofferraum aufgesaugt wird.

Homer: Halt, halt Moment, sie saugen unser Fett ab.

Typ 1: Das ist jetzt unser Fett!

Er nimmt Homer seine Schaufel weg und verpasst ihm damit eine.

Typ 2: Den Fetthandel dieser Stadt haben wir fest im Griff!

Homer: Hey das ist aber meine Schaufel!

Typ 1: Der Schaufelhandel untersteht uns ebenfalls!


Im Springfield Einkaufszentrum

Lisa trifft mit den Mädchen Vorbereitungen für den Tanzabend.

Lisa: Ok, hört mal her! Wir brauchen Ballons, Scrap-Papier und Partyhütchen.

Alex: Oh, ihr habt hier einen echten Dingo-Laden?

Sie gehen hinein. Es handelt sich um einen Kleidungsladen.

Die Mädchen probieren unterschiedliche und teilweise auch knappe Kleider.

Lisa: Ich weiger’ mich das anzuziehen.

Alex: Ich bitte dich, Lisa. Das passt sehr gut zu dir. Es fehlen nur noch ein paar Accessoires, Lipgloss und du musst 6 Pfund abnehmen.

Lisa: Sind wir nicht noch ein bisschen zu jung für Make-Up und…was meinst du mit 6 Pfund??

Jaime: Willst du nicht hübsch aussehen bei deinem Rendezvous?

Lisa: Rendezvous?

Alex: Hallöchen? Wenn wir tanzen gehen!!

Lisa: Geht ihr alle mit Jungs aus?

Sherry: Hallöchen?

Lisa: Hört auf mit euren „Hallöchen“!

Alex: Jetzt beruhige dich, Lisa. BDN!

Lisa: BDN, was heißt das?

Alex: Bepinkel dich nicht!

Lisa: Igitt!

Alex: Darum sagen wir auch nur die Abkürzung – BDN!

Allison: Mach dir kein Sorgen, Lisa. Bis dahin ist noch viel Zeit, du kriegst auch noch einen Jungen.

Lisa: ich will aber keinen Jungen! Und ich lege auch keinen Wert auf Parfüm und Cocktail-Kleider! Bin ich hier die Einzige, die gern mit Hinkelsteinen spielt, Kuchen backt und sich saubere Fernsehnachrichten ansieht?

Die Mädchen gucken irritiert.

Lisa: Hallöchen??

Die Mädchen sagen sich endgültig von Lisa los.

Lisa: Hallöchen?


Im Haus der Simpsons

Homer: Es ist einfach nicht zu fassen wie diese Verbrecher mit eiskalt aus dem Fetthandel vertrieben haben! Die haben mich aus allem verdrängt was ich bisher gemacht habe, inklusive meines Verdrängungskurses, den ich gegeben habe.

Marge: Oh mein armer Homie! Lass dir am besten eine andere ausgefallene Verdienstquelle einfallen.

Homer: Das ist nicht so leicht. Mach mir einen Vorschlag.

Marge: Du könntest zum Beispiel Emus züchten!

Homer: Emus?? Meinst du das Ernst? Ja das ist absolut verrückt. Nein das geht auch wieder daneben, so wie bei mir alles daneben geht!

Bart: Hey Dad, ich hab nachgedacht. Statt den Fetthandel einfach aufzugeben, sollten wir noch ein letztes Mal richtig zuschlagen.

Homer: Augenblick mal! Unser Bart hat Recht. Ich darf nicht aufgeben. Ach du findest immer die richtigen Worte um mich aufzumuntern. (zu Marge) Eine Emufarm, hihi, du bist mir vielleicht eine Tomate, Marge!

Marge: (genervt) Ahhhh!


In der Grundschule von Springfield

Nelson unterhält sich draußen mit einigen Jungs.

Nelson: Ich sag euch, das schlimme bei Heidelbeeren ist, wenn man einmal frische gegessen hat, kriegt man die aus der Dose nicht mehr runter!

Skinner tritt hinzu.

Nelson: Oh, wie auch immer. Ich hab dem Kerl einen kräftigen Tritt in den Hintern verpasst!

Skinner geht weiter.

Nelson: Tja und wenn die Beeren manchmal zu sauer sind, streu ich eine ordentliche Prise Puderzucker drüber!

Lewis: Das muss ich auch mal probieren!

Lisa überrascht die Jungs.

Lisa: Hallo Jungs!

Sie tritt in einem engen Kleid auf, trägt Lippenstift und wackelt auf High-Heels herum. Die Jungs sind vollkommen verwirrt.

Wendell: Hi Lisa!

Nelson: Sag mal, geht’s dir nicht gut?

Lisa: Ganz im Gegenteil! Darf sich ein Mädchen nicht raus putzen, vor einem großen Tanzabend?

Nelson: Hey, dein Ohrläppchen blutet!

Lisa: Oh tja, ich nehme an, so stramme Burschen wie ihr habt sicher alle schon eine Tanzpartnerin!

Wendell: Klar, worauf du dich verlassen kannst!

Lisa: (überrascht) Tatsächlich? Wirklich alle?

Database: Ja, wir haben alle eine Tanzpartnerin, Lisa!

Lewis: Wir sind alle verabredet!

Ralph: Aber ja, selbst ich!

Lisa: Unglaublich finde ich das!

Vor lauter Überraschung fällt sie aus den High-Heels.

Derweil befindet sich Milhouse bei der Schulkrankenschwester. Er hat seinen Schlüpfer weit hochgezogen bekommen.

Krankenschwester: Wieder eingezwängt, hm?

Milhouse: Mh-hm!

Krankenschwester: Augenblick, ich hol meine Zange.

Milhouse: Ja, aber schnell, bitte!

Lisa kommt herein gestürmt.

Lisa: Milhouse, na endlich, ich hab dich schon überall gesucht! Pass auf, du bist doch schon ewig in mich verliebt. Heut ist dein Glückstag, denn du gehst mit mir zu den Tanzabend. Ist das nicht fabelhaft? Bis dann!

Milhouse: Ohje, tut mir Leid, das geht nicht. Ich hab schon eine andere aufgefordert.

Lisa: Dann ent-fordere sie gefälligst!

Milhouse: Aber das wäre doch mehr als…

Lisa packt in aller Wut Milhouse am Kragen.

Lisa: Du gehst mit mir dahin, verstanden! Und das wird ein ganz zauberhafter Abend!

Lisa erblickt sich in der Spiegelung in Milhouse Brillengläsern. Sie beruhigt sich.

Lisa: Oh, was mach ich denn bloß, so bin ich doch überhaupt nicht. Es tut mir aufrichtig Leid, Milhouse!

Milhouse: Am nächsten Wochenende wäre ich frei, Lisa. Ich versprech’ dir, da steht dir jede Menge Milhouse zur Verfügung!


Vor dem Haus der Simpsons

Homer hat seinen Wagen modifiziert. An den Seiten befinden sich jetzt mehrere Fässer, die mit Schläuchen verbunden sind. Er fährt los.

Homer: So mein Junge, wir stehen vor einer äußerst schwierigen Mission. Senken wir unser Haupt zum Gebet!

Beide beten.

Homer: Lieber Gott, ich weiß du bist viel damit beschäftigt hübschen Frauen beim Umziehen zuzusehen und so weiter, aber wenn du uns diese Nacht beim Fett stehlen hilfst, verspreche ich die Hälfte des Gewinns wohltätigen Zwecken zu spenden.

Bart: Dad, Gott ist doch nicht dämlich!!

Homer: Das ist jetzt unwichtig, Achtung!

Homer gibt Vollgas. Unglücklicherweise kommen beide nicht weit, da die Fässer an den Seiten abfallen.

Homer: Ich hab’s doch geahnt, dass ich die hätte festbinden sollen!


Im Haus der Simpsons

Lisa bläst Trübsal und vertreibt sich die Zeit mit mikroskopieren.

Lisa: Ihr glücklichen Urtierchen! Ihr braucht euch keine Sorgen zu machen, einen Tanzpartner zu finden.

Die Tierchen fangen plötzlich an in Paaren zu „tanzen“.

Lisa: (betrübt) Ahhhh.

Marge: Lisa, hier hast du eine selbstgemachte Cola für den Tanzabend! Sie ist zwar ein bisschen dickflüssig, aber billiger!

Lisa: Danke, aber ich habe dir doch gesagt, ich gehe da nicht hin.

Marge: Oho, da hast du wohl noch immer niemanden gefunden. Deswegen kannst du trotzdem hingehen und dich amüsieren,

Lisa: Sag mal, verstehst du das nicht, ich gehöre nicht dahin. Die anderen Mädchen interessieren sich schon für Mode, Make-Up und Rendezvous. Gegen die komme ich mir vor wie ein kleines Baby.

Marge: Ich bitte dich, mein Schatz. Ein Baby kann doch keinen Schultanzabend organisieren. Es sei denn es ist wirklich überaus begabt oder es ist eines von diesen Superbabys aus Brasilien.

Lisa: Vergiss es, Mum! Ich geh da nicht hin.

Marge: Du hast versprochen die Karten abzureißen. Und wenn du dann dasitzt mit einem charmanten, fröhlichen Lächeln und einer freundlichen Verbeugung, wirst du vielleicht sogar zur Ballkönigin gewählt.

Lisa: Jetzt hör auf, Mum! Das glaubst du doch selbst nicht.

Marge: Was soll ich denn sonst machen, Schatz? Oder du bleibst hier und wir veranstalten unseren eigenen Tanzabend!

Marge fängt an Lisa aufzumuntern und tanzt herum und singt.

Marge: Alle Simpsons auf die Tanzfläche pam, pam, pam pam pam!

Lisa: Ich geh doch hin.


In den Straßen von Springfield

Homer fährt mit Bart durch die Stadt.

Homer: Hoffentlich haben wir Glück, mein Junge. Ich habe nämlich keine Lust auf der Emufarm deiner Mutter zu arbeiten!

Bart: Keine Angst, Dad! Es wird alles so ablaufen wie wir uns es erträumt haben. Der Fettauffang in dieser Küche ist noch nie geleert wurden!

Das Ziel ist die Grundschule. Sie parken in der Nähe der Cafeteria.

Homer: Ok, Absauger einschalten!

Bart schaltet den Absauger ein.

Homer: Hey er funktioniert nich…

Plötzlich gerät Homers Gesicht in den Sauger. Doch Homer kann sich daraus befreien.

Bart: Ohh!

Homer: Was hast du denn?

Homers linkes Auge ist durch den Unfall stark in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Bart: Ehm, nichts!


In der Grundschule von Springfield

Lisa sitzt am Eingang der Sporthalle, in der der Tanzabend stattfindet, reißt die Karten ab und gibt jedem Schüler einen Stempel auf die Hand.

Lisa: Viel Spaß beim Tanzen!

Milhouse: Wow, Lisa. Dein Mut ist wirklich bemerkenswert! Du bist hergekommen, trotz des Risikos als partnerloses Wunder abgestempelt zu werden!

Lisa: (wütend) Komm her!

Lisa haut mit dem Stempel auf Milhouse Hand.

Lisa: Der ist mir ausgerutscht.

Lisa (zu sich selber) Ohje, das wird eine lange Nacht werden.


In der Zwischenzeit kriechen Homer und Bart durch die Luftschächte und kommen so in die Cafeteria.

Bart: Wo ist der Schlauch?

Homer Der klebt mir am Hintern!

Bart: Bist du auch so aufgeregt wie ich?

Homer: Oh ja! So, es kann losgehen.

Er steckt den Schlauch in einen Tank, voll mit Fett.

Homer: Und nun warten wir. (gelangweilt, zu Bart) Und das hier ist also deine Schule…

Bart: Naja, das war sie mal.

In diesem Augenblick betritt Willie, nur mit einem Handtuch bekleidet, die Küche. Nach kurzer Zeit entdeckt er die Simpsons.

Willie: Hey, ich meine ach, ich meine was macht ihr beide hier??

Homer: (stotternd) Wir sind die neuen Austauschstudenten aus Übersee! Wir kommen aus Schottland!

Willie: Die heiligen seien gepriesen, ich stamme auch aus Schottland. Und wo wohnt ihr dort?

Homer: (wieder stotternd, er denkt sich alles nur aus) North Kilt-Town.

Willie: Wollt ihr mich auf den Arm nehmen? In North Kilt-Town bin ich aufgewachsen, kennt ihr Angus McCloud?

Homer: Halt Augenblick mal, es gibt überhaupt keinen Angus McCloud in North Kilt-Town. Den gibt’s nicht, Sie stammen gar nicht aus Schottland!

Willie: Ach jetzt werden sie nicht albern! Geboren bin ich in der…

Plötzlich entdeckt Willie den Schlauch.

Willie: Hey, was ist das?

Er erkennt Homer's Plan und ist entsetzt.

Willie: Nein, mein Renten-Fett! Ihr räuberischen Fettbanditen! Umbringen werd’ ich euch. Na wartet!

Homer und Bart versuchen über die Luftschächte zu fliehen, doch Willie verfolgt sie erbarmungslos. Plötzlich erwischt er Homer.

Homer: Ahh!

Willie: Nicht so schnell, mein Lieber! Wenn es nach mir ginge, würde ich euch ja gern laufen lassen, aber meine Muskeln sind erregt. Die warten den ganzen Tag schon auf einen Kraftakt.

Willie prügelt auf Homer ein.

Homer: Au Au, ich bin doch kein Punching-Ball! Augenblick mal, das tut verdammt weh!

Willie: Na gut bitte, dann werde ich sie vorübergehend ein bisschen würgen.

Willie nutzt dafür den Schlauch.

Homer: Großer Gott!


Zurück zu Lisa, sie sitzt gelangweilt vor dem Tanzsaal. Skinner kommt plötzlich heraus gestürmt.

Skinner: Lisa, ich muss kurz nach Hause. Würdest du den Saal im Auge behalten?

Lisa: Oh, ich möchte da aber nicht so gern reingehen, mit all den glücklichen Tanzpaaren.

Skinner: Normalerweise würde ich dich nicht darum bitten, doch es ist ein Notfall. Mutter hat im Keller einen Maikäfer eingekreist und sie braucht mich um ihn zu erledigen. Rein mit dir, hopp hopp!

Lisa: Ja, ja! Ist ja gut, BDM!

Skinner: Ich weiß was das bedeutet, junge Dame!

Lisa betritt den Saal und ist erstaunt. Mädchen und Jungen stehen jeweils auf einer Seite getrennt und finden nicht zueinander. Alex eilt zu ihr.

Alex: Ach Lisa, es ist furchtbar, es herrscht eine Stimmung wie nach dem Untergang der Titanic!

Lisa: Was ist denn passiert?

Alex: Ich weiß es nicht, die Mädchen und die Jungs haben irgendwie Angst vor einander, sie benehmen sich wie…

Lisa: Kinder?

Alex: Ja aber warum, das verstehe ich nicht.

Lisa: Weil sie zufällig noch Kinder sind, genau wie wir. Jetzt sei vernünftig, Alex. Sie sind grad mal 9 oder allerhöchstens 10 Jahre alt. Da kichert man albern in der Kirche und isst mit offenem Mund und vergisst manchmal nur zu gern sich zu waschen, so viel Freiheit haben wir in unseren Leben nie wieder!

Alex: Du kannst kichern und stänkern so viel wie du willst aber ich bin im Besitz einer Kreditkarte, also prr (sie steckt Lisa die Zunge raus), das ist für dich!


Zurück bei Homer und Bart. Willie würgt Homer immer noch und Bart sieht, dass der Schlauch sich immer weiter ausdehnt.

Bart: Hey Leute, Vorsicht der Schlauch.

Homer: Bart, bitte! Hausmeister Willie und ich versuchen den Fall nach Erwachsenenmanieren zu lösen.

Der Schlauch hält irgendwann den Druck nicht mehr aus und so kommt es, dass er „explodiert“. Das Fett fließt nun durch die ganzen Schächte und kommt so auch im Tanzsaal an.

Martin: Seht mal, es schneit.

Die Kinder halten das Fett für Schnee und sind davon begeistert.

Ralph: Die Schneeflocken schmecken wie Fischstäbchen!

Schlussendlich landen auch Willie, Bart und Homer mitsamt den restlichen Fett in dem Tanzsaal.

Milhouse leckt an dem Fett.

Milhouse: Das schmeckt wie ein Hamburger-Milkshake.

Nelson: Aufgepasst, ein Fettball!

Nelson fängt eine Schneeballschlacht an, nur dass dafür Fettbälle verwendet werden.

Luigi: Hey Luigi bringt für euch Kinder Gratis-Pizza. Warum müsst ihr euch machen lustig über mich?

Die Kinder sind von der Fett-Lawine beeindruckt und spielen fröhlich miteinander.

Homer: Ah, das ist Fett, her damit! Das gehört mir!

Alex: Hey! Die spielen in Fett, na toll!

Lisa: Benehm’ dich deinem Alter entsprechend!

Lisa haut Alex einen Fettball an den Kopf.

Alex: Oh, dich mach ich fertig, na warte!

Alex benimmt sich nun auch wie ein Kind und spielt freudig mit den anderen.