Bart schlägt eine Schlacht


Szene 1 - Haus der Simpsons, Küche

Man sieht den Backofen von innen, wo gerade 9 Küchlein gebackt werden
Homer: Hm, was riecht den da so lecker? (macht die Backofentüre auf) Oh, die werd ich mir wohl reinschieben.
Marge: Nhhhh, Homer. Lisa hat die für ihre Lehrerin gebacken.
Homer: Ja das ist was anderes. (macht die Türe wieder zu)
Bart: (macht die Türe wieder auf) Hm, aber ich nehm gerne eins. (Bart wird von Marge weggezogen)
Marge: Bart!
Bart: Oh Mann.
Lisa: Nimm deine fettigen Flossen weg.
Marge: Die nimmt Lisa in die Schule mit.
Lisa: Miss Hoover hat nämlich Geburtstag.
Lisa nimmt Schokoglasur und bestreicht damit die Küchlein.
Bart: Weißt du auch wie man Leute wie dich nennt?
Lisa: Ne, weiß ich nicht.
Bart: Streberleiche, Schleimwachtel, Arschkriecher.
Homer: Bart? Du sagst ja Arschkriecher so, als wär das was Schlimmes.
Bart: Hee?
Homer klopft auf seinen Schoß, Bart setzt sich darauf
Homer: Weißt du mein Junge, es schadet nie, wenn man das Getriebe ein bisschen ölt.
Lisa: Ich öle ja überhaupt nicht, Dad. Ich mag meine Lehrerin.
Homer: Natürlich, verstehst du jetzt wie das läuft Bart? Ein Küchelchen hier, keine gute Note da.
Lisa: Dad, ich kriege meine guten Noten nur, weil ich immer aufpasse und klug und fleißig bin.
Homer: Jajajaja, du hast ja recht, Lisa. Das sind die drei Wege zum Erfolg, Bart. Fleiß, Köpfchen und (nimmt sich ein Küchlein) hehe.
Lisa: Ach du meine Fresse.
Der Schulbus hupt. Bart und Lisa rennen davon
Bart: Oh oh, der Schulbus. Wir müssen los.
Homer hat immer noch das Küchlein in der Hand. Er will es gerade essen, da kommt Lisa zurück und schnappt es ihm aus der Hand. Bart und Lisa kommen im Schulbus an

Szene 2 - Schulbus

Bart: Tach Otto altes Haus.
Otto: Grüß dich Bartimaus.
Bart: Hey, was sagst du denn dazu: meine Schwester hat einen ganzen Schulkarton voll Küchelchen gemacht um sich dick einzuschleimen und will nicht mal einen davon abgeben.
Otto: Ach, das ist ja echt link, was?
Lisa: Hier Otto, für dich hab ich auch noch einen gemacht.
Otto: Oh, da danke ich auch recht süß.
Lisa: Gern geschehen.
Bart und Lisa setzten sich. Der Bus beginnt seine Fahrt und alle Kinder werden durchgeschüttelt, dabei verliert Lisa fast ihre Schachtel mit den Küchlein
Bart: Soll ich die nicht lieber halten?
Lisa: Pfoten weg.
Bart: Schleimige Kröte, du Darmbazille...
Lisa: Mach ruhig weiter.
Bart: Fußabtreter, Spulwurm, Speichellecker...
Lisa: Wenn du so nett bist, bekommst du natürlich nie eins.
Bart: Schon gut, jetzt wart mal, also es tut mir Leid, ich ich habs nicht so gemeint. Ich hab da wohl ein par Sachen gesagt, die ziemlich daneben waren.
Lisa: Du hast Quatsch geredet, nicht wahr?
Bart: Nun, ja.
Lisa: Ich bin also keine schleimige Kröte, oder?
Bart: Ganz und gar nicht.
Lisa: Ich bin auch keine Darmbazille, oder?
Bart: Natürlich nicht.
Lisa: Und was bin ich dann?
Bart: Ein liebes, sympathisches Mädchen.
Lisa: und was magst du am liebsten an mir?
Bart: Tja, da würd ich mal sagen: deine Großzügigkeit, deine echte Freigiebigkeit.
Lisa: Aallsoo, hm, mach den Mund auf und die Augen zu, und die Überraschung kommt im Nu.
Bart macht den Mund auf und die Augen zu. Lisa will den Platz wechseln, dabei fällt ihr ein Küchlein zu Boden, dass sie nun Bart in den Mund steckt
Bart: Danke Lis, du bist die Beste.

Szene 3 - Grundschule, Eingang

Die Kinder würden beim Schulhaus abgeliefert und alle stehen nun vor dem Haupteingang.

Lisa: Schau mal, Jennie, Küchlein. Nimm ruhig.

Ein Rabauke kommt und nimmt sich die Schachtel mit den Küchlein.

Rabauke1: Gib her.

Er nimmt jeweils ein Bissen von Küchlein, bevor er es auf den Boden wirft.

Lisa: Hey, gib die sofort wieder her. Bart: He, hör sofort auf zu Fressen, das ist meine Schwester, klar? Rabauke1: Na und? Bart: Du gibst ihr jetzt schön die Schachtel zurück, oder ich hau dir die Rübe vom Hals. Lisa: Hör auf Bart, das ist ein Freund von Nelson Muntz.

Der Rabauke lässt die Schachtel mit den übrigen Küchlein zu Boden fallen und tritt drauf. Die andern Schulkinder bekommen das mit.

Kinder: Los, schlagt auch. ....

Bart springt auf den Rabauken und stürzt ihn zu Boden. Da kommt Nelson, hebt Bart am T-Shirt an. Bart schlägt Nelson einmal auf die Nase und noch ein paar mal ins Leere. Dann schmeißt Nelson Bart auf den Boden. Bart sieht, das Nelson blutet.

Bart: Was? Rabuake1: Nelson, du blutest ja. Nelson: Nein, das sieht nur so aus. Immer spritzt mir das Blut der anderen ins Gesicht. Heh, Augenblickmahl, du hast ja recht. Das ist das erste mal, dass ich mein eigenes Blut sehe. Kinder: Hhhhhhh! Bart: Das war nur ein Versehen, man. Das hab ich wirklich nicht gewollt. Frag doch die andern.

Niemand sagt etwas.

Bart: Ohoh. Der musste ja kommen.

Rektor Skinner stößt hinzu.

Skinner: Hallo Kinder, ist alles in Ordnung hier? Schön, dann spielt brav weiter. <Schulglocke läutet> Ohoh, Pausenglocke, kommt jetzt rein alle miteinander. Und nur nicht trödeln.

Die Kinder gehen ins Schulgebäude.

Nelson: Das klären wir nach der Schule, klar? Bart: Aber? Skinner: Oh nein, nein. Das klärt ihr nach der Schule. Und jetzt beeil dich, dein Unterricht fängt an. Bart: Aber? Skinner: Nun mach schon, kleiner Simpson. Jetzt wird erstmal gelernt.

Szene 4 - Barts Klasse

Bart geht nun ebenfalls ins Schulgebäude. Während der Stunde stellt sich Bart vor, was nach der Schule passiert: Bart wartet auf Nelson.

Bart: Okay, Nelson, jetzt bist du fällig.

Man sieht, wie Nelsons Schatten Bart bedeckt. Der rennt in die Schule und schließt die Türe hinter sich zu. Nelson schlägt einmal mit der Faust gegen das Schloss, das sofort kaputt geht, und die Türe offen ist. Herein kommt ein großer Nelson. Bart rennt davon, nimmt ein paar Messer und wirft sie Nelson zu. Die Messer bleiben in Nelsons Körper stecken und werden lachend von seiner Hand einfach wieder abgestreift. Nun nimmt Bart ein Maschinengewehr und schießt auf Nelson, die Schüsse prallen aber von dessen Körper einfach ab. Als alle Schüsse aufgebraucht sind, wirft Bart sogar das Maschinengewehr auf Nelson, der fängt und isst es. Daraufhin rennt Bart eine lange und immer schmaler werdende Treppe hinauf immer verfolgt von Nelsons größer werdendem Kopf. Oben angekommen verwandeln sich die Wände in einen sehr großen Nelson, der Bart aufhebt.

Nelson: Mittagspause <lacht>

Nelson schmeißt Bart in seinen Rachen, worauf Bart sehr tief fällt und schließlich von seinem Tagtraum wieder aufwacht. Milhouse steht neben ihm.

Milhouse: Wach auf Bart, wir haben jetzt Mittagspause. Bart: Ich werde die 4. Klasse bestimmt nicht überleben.

Die beiden gehen den Flur entlang in die Cafeteria.

Milhouse: Ich würde es Direktor Skinner sagen, Bart. Bart: Aber ich kann ihn doch nicht verpfeifen. Das wär gegen das Gesetzt des Schulhofs.

Szene 5 - Cafeteria

Lisa: Hey Leute, da kommt mein Bruder. Bart der Schlägerkiller. Kinder: <jubelnd> Jaaa. Kind: Wir sind echt stolz auf dich. Bart: Ich will die ganze Sache nicht an die große Glocke hängen. Aber das soll natürlich nicht heißen, dass ich kein Held bin, das soll nur heißen, dass ich noch gerne etwas am Leben bleiben würde.

Nelson und seine beiden Rabauken drängeln sich zu Bart.

Kind: Da kommt er ja.

Alle Kinder um Bart rennen davon.

Bart: Nelson, das war wirklich ein Versehen. Darf ichs dir mal erklären? Also darüber musst du dich bestimmt schief lachen. Also meine Schwester hat heute Morgen Küchlein gebacken... Nelson: Wir treffen uns bei der Fahnenstange, pünktlich um viertel nach drei. Rabauke1: Komm ja nicht zu spät. Rabauke2: Er hat heute noch vier andere Schlägereien auf dem Programm.

Wieder in der Stunde stellt sich Bart sein Begräbnis vor. Jeweils einer kommt immer am Sarg vorbei, um sich von ihm zu verabschieden.

Otto: Machs gut Bartimaus. Er sieht so lebendig aus, was? Skinner: Ja, die Schulschwester hat gute Arbeit, bei der Wiederherstellung des Gesichts nach dem großen Kampf, geleistet. Ja mein Sohn, ich glaube du hattest recht, die ganzen Hausaufgaben waren wirklich eine Zeitverschwendung. Milhouse: Danke Bart. Wegen dir haben wir heute schulfrei gekriegt. Homer: Ja, und ich musste nicht Malore. Marge: Homer! Homer: <jammernd> Aber was ist ein Tag ohne Malore, wenn ich meinen überaus geliebten Sohn nicht wieder sehen kann? Oh, mein Bart! Marge: Schon besser, Homer. Sei stark. Byebye, Bart. Du bist immer mein Lieblingssohn gewesen. Maggie: <nuckelt> Lisa: Bart? Ich hab dir noch ein Küchlein mitgebracht. Ich muss immer daran denken, vielleicht wäre diese schreckliche Tragödie gar nicht passiert, wenn ich dich da nicht reingeritten hätte. Ich weiß du kannst es nicht mehr essen, darum lege ich es dir liebevoll auf die Stirn. Nelson: He sieh mal, da sind ja noch Fressalien drin. <nimmt das Küchlein> Ich geb dir noch einen mit auf den Weg. <schlägt Bart noch mal>

Bart wird aus seinem Tagtraum gerissen, da die Schulglocke läutet. Die Uhr zeigt viertel nach drei.

Szene 6 - Hof

Bart rennt vorsichtig von einer Gebäudekante hinter einen Pfosten, weiter hinter einen kleinen Busch, weiter hinter zwei spielende Kinder, rennt weiter und bleibt stehen. Nelson und seine Kumpanen stehen da.

Bart: Ähh! Nelson: Hoch die Flossen.

Bart nimmt die Hände hoch, und Nelson schlägt Bart ein paar mal ins Gesicht bis er umfällt. Die Rowdies ziehen Bart fort.

Bart: Also denn Kampf hast du jetzt Gewonnen. Das wars also, ich glaube jetzt müssen wir un nur noch herzlich die Hand schütteln. Hab ich recht?

Bart wird vor eine Mülltonne gestellt.

Nelson: Und morgen bekommst du dann die nächste Abreibung, Simpson.

Bart wird in die Tonne geworfen.

Rabauke2: Passt dir wieder viertel nach drei? Bart: Eigentlich nicht besonders.

Die Tonne wird umgeschossen, und rollt jetzt bis zu Barts Zuhause.

Szene 7 - Haus der Simpsons

Bart: Ohh, ohh, ohh nein! Backe! Ohhhhhh! Den Kerl gern haben fällt einem wirklich schwer.

Die Tonne rollt bis vor das Haus der Simpsons. Bart kriecht hinaus, wackelt etwas herum und fällt dann um. Nun kriecht er auf allen vieren bis zur Türe. Dort steht er auf und öffnet sie, um ins Haus zu gelangen.

Szene 8 - Wohnzimmer

Im Wohnzimmer wackelt er an der strickenden Marge, und an dem Zeitung lesenden Homer vorbei.

Bart: Hi Mommy, hi Daddy. Homer: Hart in der Schule? Marge: Bart, was ist dir den passiert? Bart: Sagen wirs mal so: Ich hab dafür bezahlt, dass ich meiner Schwester geholfen hab. Homer: Ah, es gab ne kleine Balgerei? Hehe, hast du gewonnen?

Szene 9 - Badezimmer

Bart wackelt davon und geht ins Badezimmer und schaut kurz in den Spiegl.

Bart: Du wirst mir irgendwie fehlen.

Nun setzt Bart sich in die Badewanne.

Bart: Hm, oh Backe. Homer: Bart? <steckt den Kopf zur Türe rein> Es klingt vielleicht blöde, aber deine Mutter meint, du hättest irgendwie 'n Problem, oder so.

Bart bricht in Tränen aus.

Bart: Dad, ich brauche Hilfe. Bitte! Homer: Ach, jetzt komm schon Bart. Wir wollen doch nicht, dass deine Mutter dich flennend sieht. Bart: Oh mann. Homer: Ach komm. Ein großer Junge weint nicht. Ich trockne dir erstmal die Tränen.

Homer schaltet den Föhn ein, der so stark bläst, das sich Bart ganze Haut nach hinten verzieht.

Homer: So, dann pack jetzt mal aus, mein Sohn. Bart: Ich bin versohlt worden, von einem - Schläger. Marge: Einem Schläger? <kommt herein> Homer: Was soll das, Marge? Ich stör dich doch auch nicht, wenn du Lisa Hilfst. Marge: Also Bart, ich hoffe doch du meldest diese Schlägertypen sofort beim Direktor. Bart: Klar doch, das könnte ich natürlich machen. Homer: Was? Und gegen das Gesetzt des Schulhofs verstoßen? Dann lieber Ehrenhaft sterben. Marge: Sei doch nicht Albern, was faselst du da für einen Schwachsinn? Homer: Es ist das Gesetzt des Schulhofs, Marge, das aus einem Jungen einen Mann macht. Also: keinen Verpfeifen, die in die Pfanne Hauen die anders sind als du, niemals etwas sagen von dem du nicht Haargenau weißt, dass die anderen genauso denken wie du. Was war noch? Marge: Ach Homer, sei doch nicht Albern. <geht zu Bart> Bart, schlagen bringt gar nichts, aber Versuchs doch mal mit ein bisschen Verständnis. Bart: Wie meinst du das? Homer: Bei deinem Geseier lachen ja die Hüner, Marge. Marge: Diese Schlägertypen haben die Weißheit doch sicher nicht mit Löffel gegessen. Bart: Auf jedenfall nicht mit Messer und Gabel. Marge: Und ich wette, in der Schule ist er auch nicht gut. Bart: Ne, er ist ziemlich blöd. Er hat genau so viele Nachhilfestunden wie ich. Marge: Und deshalb lässt er's an allen andern aus. Homer: Oh, Marge. Marge: Also Morgen zankt ihr euch beide nicht, sondern redet miteinander. Du wirst verblüfft sein, wie weit du mit ein wenig Verständnis kommst. Homer: Vielen dank, für ihre Predigt, Miss Maharaischigandi. Gehen wir. <Bart und Homer gehen> Marge: Mrrrrrr.

Szene 10 - Spielzimmer

Im Spielzimmer der Simpsons malt Homer einen Strichgesicht auf einen Boxsack.

Homer: Also das ist dieser Schlägertyp, und jetzt hau ihn zusammen.

Bart schlägt mit den Fausten etwas in den Sack.

Homer: Nein nein, so macht man das doch nicht. Du musst das anders machen, so. Ahhhhhhh!

Homer umklammert den Boxsack, beißt ein Stück davon ab.

Homer: Hast du das gesehen? Da bist du von den Socken, was? Geht mir genauso. Bart: Du meinst, ich soll ihn mit unfairen Mitteln bekämpfen? Homer: Leider müssen wir Simpsons die Regeln etwas hinbiegen, wenn wir eine Chance haben wollen, mein Sohn. Bart: Amen. Homer: wenn dieser Schläger also das nächste mal mit einem Schlag rechnet, knallst du ihm ne Hand voll Dreck in die Augen. Dann machst du ihn fertig, wenn er Blind herumtorgelt. Bart: <erfreut> Ja! Homer: Es ist vollkommen in Ordnung, wenn du ihm von Hinten eins über die Rübe gibst. Bart: Du hast recht! Homer: Und wenn es irgendwie geht, dann tritt ihm voll in die Familienjuwelen. Diese Nummer ist seit Generationen eine Spezialität der Simpsons.

Homer schlägt noch einmal mit voller wucht in den Schrittbereich des Boxsackes. Bart macht ein verzogenes Gesicht.

Bart: Danke, Daddy.

Beide strahlen sich gegenseitig an.

Szene 11 - Grundschule, Hof

Am nächsten Nachmittag kommt Bart um die Schulhauskante gerannt, und bremst abrupt als er Nelson sieht.

Nelson: Flossen hoch!

Bart nimmt eine Handvoll Dreck und schleudert sie Nelson ins Gesicht. Anschließend schlägt Bart ihn jämmerlich in den Bauch. Der Wütende Nelson wischt sich den Dreck vom Gesicht und geht auf Bart zu. Daraufhin kommt Homer in Barts Erinnerung.

Homer: Denk doch mal an die Spezialität der Simpsons. <verschwindet wieder>

Bart versucht zuzuschlagen, jedoch hält Nelson ihn am Kopf, so das Bart nicht zuschlagen kann. Daraufhin erscheint ein Ratloser Homer in Barts Gedächtnis. Nelson schlägt Bart zusammen, man sieht aber nur die Erinnerungsblase mit Homer, wie er entsetzt zusieht.

Bart: Oh Jungs, bitte nicht wieder in die Tonne.

Szene 12 - Haus der Simpsons

Man sieht wie Lisa vor dem Haus ein grünes Eis isst. Bart kommt in der Tonne angerollt und hält neben Lisa.

Lisa: Bart, so kann das nicht weiter gehen. Bart: Ich weiß <hustet seine Kappe aus> Lisa: Warum gehst du nicht mal zu Opa? Bart: Was kann der schon tun? Lisa: Die einen guten Rat geben. Opa ist der Cleverste von uns. Bart: Im Ernst? Lisa: Na klar, deswegen haben wir ihn doch ins Heim gesteckt.

Szene 13 - Altenheim, Rezeption

Bart: Ich will meinen Opa besuchen.

Viele Opas schauen erwartungsvoll aus ihren Zimmern.

Frau: Die Hälfte der Leute hier heißt Opa. Bart: Ich meinen meinen Opa Simpson.

Alle Opas gehen verärgert wieder in ihre Zimmer.

Frau: Opa Simpson, zweiter Stock, drittes Wohnklo links. Bart: Dankesehr.

Szene 14 - Grampas Zimmer

Grampa schreibt gerade einen Beschwertenbrief an einer Schreibmaschine.

Grampa: Sehr geehrte Interessenten. Es kotzt mich unwahrscheinlich an, wie alte Leute im Fernsehen verarscht werden. Wir sind nicht alle aufgedatelte, vergnügungssüchtige Sexbesessene. Viele von uns sind verbitterte, verbohrte Kulturpessimisten, die sich noch an die gute alte Zeit erinnern, als Unterhalten noch etwas harmloses und anständiges war. Ich schließe jetzt mit eine Liste der Ausdrücke die ich im Fernsehen auf keinen Fall wieder hören möchte. Nummer 1: BH, Nummer 2: Geil, Nummer 3: tritt in die Familienjuwelen.

Bart kommt ins Zimmer.

Bart: Hey Opa. Grampa: Bart, was führt dich den hierher? Bart: Ich brauche deinen Rat, Opa. Also es gibt da auf der Schule so einen Schläger, der mich andauernd vermöbelt. Grampa: Dann will ich dir mal as sagen mein Jung, wenn du dich nicht energisch zur wer setzt, werden dir die Leute dein Lebenlang auf deinen Nerven herumtrampeln.

Jasper kommt ins Zimmer.

Jasper: Simpson, ich will die Zeitung haben. Grampa: Das ist mir doch egal. Jasper: Ich will nur das Kreuzworträtsel lösen <nimmt die Zeitung> Grampa: <nimmt die Zeitung zu sich> Nein das Rätsel ist für mich Reserviert. Jasper: Ich hab gesagt, gib mir die Rätselseite. Grampa: Nein! Jasper: Her damit!

Beide reisen an den Enden der Zeitung.

Grampa: Nein! Jasper: Na los! Grampa: Nein!

Beide ziehen an der Zeitung. Schließlich kann sie sich Jasper ergattern.

Jasper: <lacht> Grampa: Eh, vielleicht kann ich dir doch nicht Helfen. Aber ich kenne Jemanden der es kann.

Szene 15 - Herman's Militär Antiquitätenladen

Bart: Hier?
Grampa: Ja, hier ist es.
Herman öffnet die Türe etwas
Herman: Das Losungswort.
Grampa: Las mich rein, du Idiot.
Herman: Ja, das stimmt.
Die Beiden betreten den Laden, und gehen zur Kasse

Grampa: Ach Herman, hast du eigentlich das große Lanzaheft 2000 von diesem Monat schon reinbekommen?
Herman: Nö, noch nicht. Aber vielleicht interessiert ihr euch ja für ein paar authentische Naziunterhosen.
Grampa: Nein! Eigentlich bin ich nur Hergekommen, weil ich meinen Enkel Bart vorstellen möchte.
Herman: Ach so ist das. Hallo kleiner Amerikaner.
Bart: Hallo Sir. Ehm, Mister Herman?
Herman: Ja?
Bart (stotternt): Ha ha haben Sie, ich meine: Haben Sie Ihren Arm im Krieg verloren?
Herman: Meinen Arm? Naja ich wills mal so sagen: Wenn du eine Kiste Äpfel in eine Hächselmaschiene drückst, solltest du immer wissen, wie weit du gehen kannst.
Bart: Ich glaube, ich hab's verstanden.
Grampa: Bart hat ein Problem, mit so einem Schlägertypen namens Nelson. Ich dachte, du könntest ihm irgendeine Strategie vorschlagen.
Herman: Strategie? Hm, wie viele Männer hast du?
Bart: Keinen!
Herman: Du brauchst mehr. Und du musst sie hart rannehmen. Na wollen mal sehen. (nimmt eine Karte hervor)
Der Schlüssel zu Springfield war immer die Elm Street. (steckt ein Messer in die Karte) Das wussten schon die Griechen. Die Karthager wusstens, und jetzt weißt du's auch. Zunächst brauchst du eine Kriegserklärung. Jajaja, so bleiben deine Schweinereien immer sauber und legal. Ok, ich wert wohl die vom Frankreichfeldzug nehmen. Ich ändere blos Otto von Bismarck, in Bart Simpson um. Und äh. (Herman beginnt wild zu schreiben)
Bart (flüsternd): Psst, hör mal Opa, ich glaub der hat nen Sprung in der Schüssel.
Grampa: Natürlich. General Georg S. Patton war auch nicht ganz beisamen. Und der Kerl hier, ist vollkommen bekloppt. Das muss einfach Klappen. (Bart macht ein verunsichertes Gesicht)

Szene 16 - Grundschule, Barts Klasse

Am nächsten Tag in der Schule wird ein Zettel in Barts Klasse herumgegeben
Lewis: Psst weitergeben.
Milhouse: (ließt) Wenn du Nelson hasst und fürchtest, dann komm zu Barts Baumhaus um drei Uhr.

Szene 17 - Baumhaus

Später in Barts Baumhaus haben sich eine ganze Menge Schüler versammelt. Grampa und Herman ebenfalls.
Kinder (durcheinander): Was ist den jetzt? Wie gehts weiter? ....
Grampa: Ich frage mich, wo Bart bloß bleibt.
Herman: Ja, und 15 null null ist schon lange vorbei.
Bart kommt wackelnd angelaufen, hustet seine Kappe aus die er an einen Nagel hängt. Er selbst betritt seine Stelle hinter einer Schachtel
Bart: Ok, wir wissen alle warum wir hier sind.
Milhouse: Nein, warum?
Bart: Um Nelson endlich fertig zu machen. (Gerede bricht aus) Dieser Fiese Kerl hat uns Jahre lang gequält, und mir reichts jetzt langsam. Ich kann nicht sagen, ob wir gewinnen. Ich kann nicht sagen, ob es Spaß macht. Aber eines weiß ich gewiss.... (Die Kinder gehen davon) Halt, halt, halt. Schon gut, Ok. Ich sage ja, das wir gewinnen. Ich sage ja, dass es Spaß macht.
Kinder: (kommen zurück) Jaaaa!

Szene 18 - Straße

Das Training beginnt. Die Kinder haben Militärhelme an und laufen im Marsch
Bart: Ich hab ne Zwei in Mathe gekriegt.
Kinder: Wir haben ne Zwei in Mathe gekriegt.
Bart: Ich hätte ne Eins, aber mir wars schlecht.
Kinder: Ich hätte ne Eins, aber mir wars schlecht.
Die Kinder hangeln an Ringen entlang. Als Milhouse kommt, stürzt der ab. Im nächsten Parkuhr müssen die Kinder ein Klettergerüst rauf und runter klettern. Einem fällt den Helm runter, der den anderen auf den Köpfen herumspringt. Im nächsten Training müssen sie Mülltonnen ausweichen. Einer fällt in einen hinein. Wieder im Marsch
Bart: Wir sind Gummi, Klebeband seit ihr.
Kinder: Wir sind Gummi, Klebeband seit ihr.
Bart: Von uns prallt's ab, und klebt an dir.
Kinder: Von uns prallt's ab, und klebt an dir.
Bart: Abzähl'n.
Kinder: Eins, zwei.
Bart: Abzähl'n.
Kinder: Drei, vier.
Wieder im Training müssen die Kinder über einen Fluss rennen. Dabei nehmen sie als Hilfe ein Kind, das abtauchen muss, damit sie über dessen Helm rennen können. Dann sieht Bart wie ein General zu, wie die Kinder im Gänsemarsch an ihm vorbei gehen. Am Abend gibts noch mal Klettergerüst Training. am nächsten Tag erklärt Bart den Kinder den Wasserballon als Waffe einsetzt..
Bart: Also Jungs, man nehme einen Lufrballon und... (Barts Wasserballon platzt. Wieder Training, diesmal müssen die Kinder an einem eingezäunten, wilden Hund vorbeirennen) Na los. (Ein Kind nach dem anderen rennt an dem bellenden Hund vorbei. Einer bleibt auf dem Bürgersteig sitzen) He, was ist los mit dir, Soldat?
Kind: Es sind meine Nerven, Sir. Ich kann das Gebell einfach nicht mehr ertragen.
Bart: Deine Nerven! (ohrfeigt ihn) Feiglinge dulde ich nicht, in meiner Armee.
Grampa: (schlägt auf Barts Helm) Tut mir leid, Bart. Du darfst sie aus einem Flugzeug stoßen oder sie über steinige Klippen marschieren lassen. Du kannst sie in die Wüste schicken, damit sie irgendwo verrecken. Aber aus irgendeinem Grund, darfst du sie nicht ohrfeigen. Also entschuldige dich bei dem Jungen.
Bart: Entschuldige, Mann.
Kind: Schon Ok.
Wieder in Marschlauf
Bart: Im Diktat kommt keiner an mich ran.
Kinder: Im Diktat kommt keiner an mich ran.
Bart: Weil ich am besten schummeln kann.
Kinder: Weil ich am besten schummeln kann.
Bart: Abzähl'n.
Kinder: Eins, zwei.
Bart: Viel zu leise, Jungs.
Kinder: (lauter): Drei, vier.
Im Garten der Simpsons wurde ein Sandsack aufgehängt, der Nelson darstellen soll
Bart: Ok, da steht euer Feind. Macht ihn nieder. Schlagt ihn. (Die ersten drei Kinder - Lewis, Louis und Milhouse, kommen mit verschiedenen Stockähnlichen Hausgegenständen, um den Sack zu verdreschen) Und jetzt die nächste Gruppe: Martinez! Steinberg! O'Hara! Chang! Olajuwan! Herman!
Herman kommt mit einem Bajonett angerannt, und durchsticht den Sack, und stocherd so lange drin rum, bis der ganze Sand ausgerieselt ist
Herman: Arrr! Stirb! Stirb! Rrrrr! Stirb!
Bart ist ganz verdutzt. Wieder Marschlauf.
Bart: Ja wir sind glücklich zu marschiern.
Kinder: Ja wir sind glücklich zu marschiern.
Bart: Und alle Reime auszuprobiern.
Kinder: Und alle Reime auszuprobiern.
Bart: Abzähl'n.
Kinder: Eins, zwei.
Bart: Und jetzt weiter.
Kinder: Drei, vier.
Bart: Und jetzt ganz laut.
Kinder: Eins, zwei, drei, vier. (schnell) Eins, zwei! Drei, vier!

Szene 19 - Baumhaus

Im Baumhaus stehen nun Bart, Lisa, Grampa und Herman um einen Tisch. Auf dem Tisch ist mit Schachteln Springfield nachgebaut worden.
Milhouse: Nelson ist am Spielsaloon an der Elm Street.
Bart: Die Untergeheimdienst meldet, er erpresst im Spielsaloon von den Kindern Vierteldollar Münzen, und holt sich dann im Quick-E-Markt ein Eis.
Herman: Genau das schlagen wir zu. Sobald er den Quick-E-Markt verlässt, lassen wir den Bombenteppich regnen. Wieviele Wasserballons haben wir?
Bart: 200 Sir. Macht es was aus, wenn "Happy Birthday" drauf steht?
Herman: Mist lieber wers mit natürlich, wenn "Tod von Oben" drauf stünde. Aber das ist wohl nicht drin. Naja. (mit einem Stock auf dem Tisch zeigend) Unsere Streitmacht werden wir in zwei Gruppen aufteilen. Die einen umstellen diese Ecke, um dem Feind den Rückzug abzuschneiden. Die anderen werden hier drüben hinstecken, und die Falle schnappt zu. Das ist die klassische Scheren-Taktik. Gegen einen 10-Jährigen kann sie nicht versagen.
Grampa: Hehehe.
Lewis: Nelsen ist im Spielsaloon, General.
Bart: Alles auf die Plätze.
Herman: Ich fühl mich wie in alten Zeiten.
Grampa: Weißt du, ich dachte, ich wäre zu alt. Ich dachte, meine Zeit wäre abgelaufen. Ich dachte, ich werde nie mehr Schmerzensschreie hören können. Und den Schrecken in den Auge der Männern sehen können. Den Himmel sei Dank für diese Kinder.

Szene 20 - Stadt

Nelson und seine Freunde kommen um die Ecke in die Straße eingebogen, wo sich Barts Armee versteckt hält. Alle drei trinken einen Squishee
Kind 1: He, seht mal.
Kind 2: He, ja.
Rabauke 1: Was hast du für einen Geschmack?
Rabauke 2: Blau.
Nelson: He, wollt ihr beiden Quatschköpfe. Ihr saugt bald all eure Mahlzeiten durch den Strohhalm, wenn ihr nicht eure Klappe haltet. (Bart tritt vor Nelson) Sieh mal einer an, der kleine Bart Simpson.
Bart: Nelson, ich glaube du bist bereit für eine tüchtige Abreibung.
Nelson: Ha, willst du wieder in der Tonne nach Hause rollen?
Bart: Schau dich mal um. (Barts Armee kommen aus ihren Verstecken) Artillerie, Angriff. Lasst die Bomben hageln.
Kinder: Auf sie. (Alle werfen ihre Wasserballons auf die drei Schläger) (durcheinander) Und noch eine Ladung. Auf sie.
Nelson und seine Freunde fliehen. Barts Armee hinterher. Doch da wird Nelson auf einmal der Weg abgeschnitten, als auf einmal auch von vorne "Soldaten" kommen

Szene 21 - Haus der Simpsons

Homer: (kommt aus dem Haus) Was geht denn hier ab? Ich will fernsehen! Hört sofort auf mit dem Radau, oder ich werde... (Homer wird von einem Wasserballon getroffen, den Grampa geschossen hat)
Grampa: Hehehe, der hat gesessen.
Homer: Du da oben im Baum, du Grauhaariger Lulatsch, klemm deinen Arsch sofort hier runter, oder es geht dir... (Grampa schießt noch mal zwei Ballons. Homer flieht, ein Ballon trifft jedoch noch Homer, der andere zerplatzt an der Türe)

Szene 22 - Stadt

Nelson und seine Kumpane sind inzwischen an einem Zaun in die Enge getrieben worden
Rabauke 1&2: Nein, Gnade.
Rabauke 1: Tut uns nichts.
Rabauke 2: Wir ergeben uns ja.
Rabauke 1: Wir haben bloß gemacht, was er uns gesagt hat.
Die Kinder stürmen zu Nelson, und Bombardieren in nochmals von der Nähe. Schließlich wurde Nelson gefesselt und wird nun auf einem kleinen Wagen der jubelnden Armee präsentiert. Ein Junge küsst noch Lisa, ein Foto wird davon geschossen, dann scheuert Lisa ihm eine
Lisa: He, nimm deine Zunge da weg, ja?
Der Krieg ist vorbei, und alle Kinder sind weg. Nelson ist aber immer noch gefesselt.
Bart: Na, ich glaube, du weißt jetzt wos lang geht. Also werd ich dich erstmal losbinden.
Nelson: In der Sekunde in der du mich losbindest, ramm ich dich ungespitzt in den Boden.
Bart: Na, wenn du so daher redest, dann binde ich dich eben nicht los.
Nelson: Ha, irgendwann wirst du es wohl müssen.
Bart: Ohoh, da hat er ja Recht.
Herman: Das macht doch nichts. Auch für dieses Problem gibt es eine Altbewehrte Lösung.

Szene 23 - Haus der Simpsons, Fernsehzimmer

Nelson, Homer, Lisa und Maggie schauen fern. Herman, Grampa und Bart fertigen einen Vertrag an.
Herman: ... Waffenstillstand zu. Artikel 4: Nelson wird seine Faust nie mehr im Zorn gegen Bart erheben. Artikel 5: Nelson erkennt das Existentrecht von Bart an. Artikel 6: Im Zuge der Entmilitarisierung richtet sich Nelson um jede zukünftige Schlägerei um Erlaubnis.
Bart: Wow, das hört sich super an, Ok ich unterschreibe.
Homer: Wie steht es mit dir?
Nelson: Na gut, ich machs auch.
Marge: Seit ihr mit dem Kriegspielen fertig?
Bart (entfesselt Nelson): Ja.
Nelson: Ja, Mrs. Simpson.
Marge: Gut, dann hab ich was für euch.
Marge hält frisch gebackene Küchlein hin. Alle nehmen eins.
Bart: Au Mann!
Homer: Hm, die sind richtig lecker.
Nelson und Bart stoßen auf den Stillstand an.

Szene 24 - Bibliothek

Bart (sitzt auf einem Tisch): Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kinder. In Wirklichkeit ist der Krieg gar nicht so lustig, wie wir ihn hier gerade dargestellt haben. Es gibt dabei keine Gewinner sondern nur Verlierer. Es gibt auch keine guten Kriege. Außer natürlich den Folgenden: den Amerikanischen Bürgerkrieg, der zweite Weltkrieg und der Krieg der Sterne. Wenn ihr noch mehr über den Krieg wissen wollt, dann schaut doch im nächsten Buchladen vorbei. Da gibts coole, blutrünstige Bücher. Also noch einen schönen Abend zusammen. Frieden Leute.