4F04 Capsule

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S08E06 - Scheide sich, wer kann - Capsule

Im Haus der Simpsons:

Die ganze Familie sitzt in der Wohnstube beim Abendessen, Nebenbei läuft der Fernseher.

Homer stopft sich eifrig das Essen rein. Dann leckt er den Teller ab.

Homer: „Marge, können wir uns nicht mal durchsichtige Teller anschaffen? Ich kann überhaupt nicht fernsehen!”

Marge: „Ist es denn wirklich nötig, während des Essens fernzusehen? Überall fliegt Essen rum!”

In dem Moment fällt ein Fleischbällchen von ihrer Gabel auf den Fussboden, und landet zwischen Maggie, Knecht Ruprecht und Schneeball II. Bevor einer von ihnen sich das Bällchen greifen kann, schnappt es sich Homer.

Homer: (holt mit der Gabel aus) „Achtung!”

Dann verspeist er es genüsslich.

Bart: (zu Marge) „Wenn du uns wirklich einen Gefallen tun willst, dann servier uns das Essen in einer langen Schale.”

Marge: „Du meinst wohl aus einem Trog, was?! Kommt nicht in Frage, hier wird nicht aus einem Trog gefuttert! Und noch etwas - Es ist gerade erst Viertel nach Fünf, warum liegst du da in deiner Unterwäsche?!”

Bart: „Wir sind doch hier nicht im Rizz.”

Marge: „Mhhmr! Dann lasst uns wenigstens eine zivilisierte Unterhaltung führen – oder ist das zuviel verlangt?? Lisa, wie war’s in der Schule?”

Lisa:„Äh ... wie, was bitte?!”

Marge: „In der Schule, habe ich gefragt.”

Lisa: „Jetzt haben wir keine Schule.”

Marge: „Das weiß ich auch, so ein Unsinn! Mhhmr! Ich geh’ lieber ins Esszimmer um mich zu unterhalten; jeder der mir Gesellschaft leisten möchte, ist mir willkommen!”

Sie schiebt ihren Klapptisch beiseite, nimmt ihr Geschirr und geht nach nebenan. Ihre Familie bleibt daraufhin ungerührt sitzen, also beginnt Marge damit, Selbstgespräche zu führen.

Marge: „Hallo Marge, wie geht’s der Familie? Ich möchte nicht darüber reden, kümmert euch um euren eigenen Kram.”

Homer: „Könnt ihr euch ein bisschen ruhiger unterhalten?!”

Später, bevor sie schlafen, unterhalten sich Marge und Homer noch im Ehebett.

Marge: „Homer, hast du dir so etwa unser Eheleben vorgestellt?”

Homer: „Ja, zumindest so ähnlich ... und das wir in einem Van herumfahren und Geheimnisse aufdecken.”

Marge: „Ich habe mir Cocktailpartys vorgestellt, und intime Kerzenlicht-Dinner mit Servietten ... Homer! Ich möchte eine Dinnerparty geben!”

Homer: „Oh, ich hasse es, Partys zu veranstalten, danach ist die Toilette immer verstopft!”

Marge: „Es ist mir egal, ob die Suppe wieder hochkommt – wir geben eine Party!”


Im Stoners Pot Palace:

Die Simpsons wollen für die Cocktail-Party einkaufen.

Otto kommt aus dem Geschäft.

Otto: „In dem Laden gibt es ja gar nichts zu kaufen, wovon man stoned wird!”

Marge: „Zu einer richtigen Dinnerparty gehört ein Melonenbällchen-Macher. Dann brauchen wir Zitronenschalenkratzer, ein Ravioli-Verschließer ... oh, ein Austernhammer! Made in USA?! ... Nein, vielen Dank!”

Sie legt den Hammer beiseite. Lisa probiert derweil ein Küchengerät, und Bart hat einen Riesen-Wok entdeckt.

Bart setzt Maggie in den Wok.

Bart: „Hey Lisa, sieht dir das an! Der ist beschichtet, damit nichts ansetzt!”

Haltlos rutscht Maggie auf und ab. Marge macht eine weitere Entdeckung.

Marge: „Oho, eine Punschschale! Die zeugt aber wirklich von gutem Geschmack. Wäre die nicht was für unsere Dinnerparty??”

Homer: „Tut mir leid, die können wir uns nicht leisten. Was glaubst du, wer ich bin – Liz Taylor?!”

Marge: „Naja ... vielleicht können wir sie einmal benutze n und anschließend wieder zurückgeben.”

Homer: „Hey, entschuldige, Marge ... hier geht es nicht um eine Zahnbürste.”

Marge: „Mhhmr!”


Im Haus der Simpsons:

Voller Eifer wirbelt Marge durch die Küche; rührt in den Töpfen und stellt die Mikrowelle ein.

Bart und Lisa kommen in die Küche.

Marge: „Bart, der Besuch kommt gleich! Leg bitte die Deck chen unter die Untersetzer. Los, beeil dich!”

Dann hetzt sie zum Geschirrspüler und holt die Toilettenbrillen heraus.

Marge: „Komm, Lisa, schnell; schraub’ die wieder ein!”

Lisa: „Mom, beruhige dich. Die Party fängt doch erst in drei Stunden an.”

Marge: „Oh, guut! Dann kann ich auf den Schinken noch eine Glasurschicht auftragen.”

Als sie den Schinken aus dem Ofen holt, strahlt dieser schon beachtlich wegen den mehreren Glasurschichten.

(Später)

Ein herausgeputztes Wohnzimmer wartet auf die Dinnergäste. Marge beisst noch eine Kerze auf die richtige Höhe und wischt Bart’s Gesicht sauber.

Marge: „Homer!”

Homer:(aus der Wohnstube) „Was ist?!”

Marge: „Bist du fertig?”

Sie geht ins Wohnzimmer, wo Homer in Unterhosen mit Modelleisenbahn spielt.

Homer: „Ich muss mir nur noch die Schuhe anziehen.”

Marge: „Ich habe dich wirklich nur gebeten, das du dich für die Party ordentlich anziehst; aber nein, du weigerst dich!”

Da läutet es an der Tür.

Marge: „Siehst du, jetzt ist es zu spät, es ist zu spät! Bart, begrüß unsere Gäste, und nimm ihnen die Mäntel ab!”

Homer springt auf und rennt davon, und Marge hinterher, um ihm zu helfen. Bart öffnet derweil die Tür. Die Lovejoy’s kommen als Erste.

Bart: „Mom, Reverend Lovejoy hat keinen Mantel; soll ich ihn trotzdem reinlassen?”

Reverend Lovejoy: „Mein Mantel wurde mir letzte Woche gestohlen, bei einem ökumenischen Bankett. Da hab ich einfach ein paar teure Regenschirme mitgenommen.”

Er gibt sie in Barts Obhut. Danach folgt Familie Hibbert. Dr. Hibbert gibt seinen Mantel ab.

Dr. Hibbert: „Wie Sie sehen, sind wir nicht der Meinung, das Pelztragen Mord ist. Aber das man dafür so viel bezahlen muss, ha-ha-ha-ha!”

Die Hibberts treten ein. Als Bart die Tür schließen will, eilen noch Milhouse und seine Eltern herbei.

Kirk van Houten: „Entschuldigung, das wir zu spät kommen, aber Louann musste sich noch anmalen. Es darf nämlich niemand wissen, das sie gar keine Augenbrauen hat. Stimmt doch, du hast keine, hm?”

Wenig später ist die Party voll im Gange. Die Kindern albern herum, und die Erwachsenen dinieren im Esszimmer.

Marge: „Hat jemand schon den neuen Woody Allen-Film gesehen?”

Ned: „Ich muss sagen, ich mag seine Filme – bis auf den nervösen Typen, der da immer mitspielt.”

Louann: „Apropos nervös; ihr hättet Kirk sehen sollen, wie er mit den Highschool-Jungs umgesprungen ist, als sie unseren Wagen mit Eiern beworfen haben.”

Kirk: „Ich hätte sie bitten sollen, auch noch mit Speck zu werfen; dann hätte ich wenigstens seit langem mal ein ordentliches Frühstück gekriegt.”

Die anderen Gäste schauen betreten beiseite.

Homer: „Wisst ihr, was euch beiden fehlt? Dieses kleine Comicbuch, mit dem Titel "Liebe ist ..." Das handelt von zwei nackten Achtjährigen, die frisch verheiratet sind.”

(Später,es sind alle satt)

Dr. Hibbert: „Marge, wenn das meine Henkersmahlzeit gewesen wäre, würde ich sagen: Her mit der Todesspritze, ha-ha-ha-ha!”

Kirk: „Ich darf sagen, so gut habe ich zuletzt bei der Army gegessen.”

Louann: „Kannst du es noch lauter herausposaunen?!”

Kirk: „Schluss jetzt, es reicht!”

Marge: „Also, wer hat Lust zu einem Spielchen??”

Die Simpsons und ihre Freunde gehen hinüber in die Stube. Ned Flanders zieht als Erster eine Karte.

Ned: „Oh, das ist ein ziemlich harter Brocken!”

Er zeichnet ein paar Punkte auf eine Tafel.

Maude Flanders: „Maisstärke!”

Ned: „Treffelchen-treffer! Das ist gut, um die Triebe im Zaum zu halten!”

Maude gibt Ned ein Küsschen. Dann sind die van Houtens an der Reihe, Kirk zeichnet ein birnenähnliches Objekt.

Kirk: „Ach, komm schon, Louann, du weißt doch, was das ist!”

Louann: „Aber nein, Kirk, das weiß ich wirklich nicht.”

Da schnappt sich Kirk den Zeichenkarton und hält ihn seiner Frau vor die Nase.

Kirk: „Ohje! Tut mir leid, aber einfacher geht es wirklich nicht, Louann! Soll ich das Bild vielleicht unserer Katze zeigen, damit die dir sagt, was das ist? Die Katze weiß es sofort!”

Louann: „Tut mir leid, ich bin eben nicht so klug wie du, Kirk. Wir waren nun mal nicht alle auf dem Einfalts-College.”

Die Zeitstoppuhr klingt, die Spielrunde ist vorüber.

Kirk: „Das ist Würde! Mein Gott, kannst du nicht mal die Würde erkennen, wenn du sie siehst?!”

Louann: „Kirk, du spuckst!”

Kirk: „Na schön, du Genie, dann zeichne du doch mal Würde!”

Da erhebt sich seine Frau und schreitet zur Tat. Die übrigen Gäste erstaunen regelrecht.

Dr. Hibbert: „Wirklich reif fürs Lexikon!”

Da packt Kirk das überdimensionale Zeichenpapier und knüllt es zusammen.

Kirk: „Wirklich kein Wunder, das ich keine Würde zeichnen kann; die habe ich verloren, als ich sie geheiratet habe!”

Reverend Lovejoy: „Bitte, Kirk, es ist nur ein Spiel, sonst nichts. Manchmal haben wir einfach ...”

Kirk: „Ach, halten Sie die Klappe, Sie Prediger!”

Marge: „Ich finde es wird Zeit, das wir alle was trinken.”

Louann: „Furchtbar gern, aber vielleicht lockert das meine Zunge zu sehr!”

Kirk: „Du willst reden?! Nur zu, Louann, rede! Warum erzählst du ihnen nicht all deine kleinen Bettgeschichten, hm?! Zum Beispiel, wie schlimm es ist, mit einem Versager verheiratet zu sein. Und das ich meine Geldbörse an einer ganz bestimmten Stelle trage! Nur die Geldbörse!”

Homer: „Halt die Klappe und lass die Frau reden!”

Louann: „Na schön, Kirk. Ich erzähle eine Geschichte: Es geht um einen Mann, dessen Schwiegervater ihn als Manager einer Keksfabrik eingesetzt hat ...”

Homer: „Langweilig!”

Louann: „Ein Mann mit einem vollkommenen Mangel an Geschäftssinn und managerialer Inkompetenz ...”

Homer: „Oh, jetzt geht es los!”

Louann: „... hat es geschafft, die Nr. 1-Keksfabrik in der Stadt hinter die Firmen Table Time und Allied Biscuit zu verbannen.”

Da schiebt Marge die angebotenen Kekse in die Allied Biscuit-Packung zurück.

Kirk: „Soll ich euch ein Geheimnis verraten?! Louann liebt es; sie liebt es, wenn ich versage!”

Louann: „Oh ja, Kirk! Ich liebe es, meine Schwester um Geld anpumpen zu müssen, und ich liebe es, meine Kleider aus dem Kirchenspenden-Container zu stibitzen!”

Reverend Lovejoy: (schlägt die Hände zusammen) „Du heiliger Strohsack!”

Marge wird nervös.

Marge: „Lisa! Warum singst du uns nicht was vor?!”

Lisa kommt wie gewünscht herbei und singt ein Lied.

Kirk: (zu Louann) „Ja wunderbar, du hast das Kind zum Singen gebracht! Bist du jetzt glücklich?!”

Louann: „Ich bin überhaupt nicht glücklich; ich bin schon seit Langem nicht mehr glücklich! Ich möchte mich scheiden lassen!”

Die Partygäste horchen entsetzt auf. Marge hält Lisa den Mund zu.

Kirk ist fassungslos.

Kirk: „Du ... du ... du willst die Scheidung?? Gut, lassen wir uns scheiden, wieso nicht?! Das kannst du haben, du Hexe! Jetzt mal ich dir ein Bild, das selbst du verstehen wirst: Das ist deine Tür, los raus!”

Homer: „Das soll ne’ Tür sein?!

In der oberen Etage, in Barts Kinderzimmer, albern die Kinder währenddessen herum.

Bart trägt einen Ärztekittel un imitiert Dr. Hibbert.

Bart: „Hallo. Ich bin Dr. Hibbert. Das sieht gar nicht gut aus; ich fürchte, ich muss dir deinen Popo amputieren, ha-ha-ha-ha!”

Die Kinder der Flanders und Hibberts feixen.

Milhouse wackelt mit seinem Hintern.

Milhouse: „Okay, bitte, wenn du unbedingt musst.”

Sie feixen erneut. Dann geht auf einmal die Tür auf, und Louann kommt herein.

Louann: „Milhouse, komm bitte, wir gehen.”

Milhouse: „Kann ich nicht später nach Hause kommen?!”

Louann: „Es gibt später kein Zuhause mehr.”

Milhouse: „Ohh, okay. Tattaa, ich gehe jetzt in den Schönheitssalon.”

Jetzt verabschieden sich auch die übrigen Gäste.

Homer: „Gute Nacht! Danke, das ihr da wart! Wir sehen uns! Bis bald! Bitte, ist doch alles bestens gelaufen!”

Als Marge die Haustür schließen will, sieht sie, wie Louann mit ihrem Sohn davon rast, ohne ihren Mann mitzunehmen.

Kirk: (zu den Simpsons) „Was ist?!”

Marge schließt betrübt die Tür.

(Später, im Schlafzimmer)

Marge: „Hach, ich finde das schrecklich. Die van Houtens haben sich auf unserer Party getrennt!”

Homer: „Marge, bitte! Das war vor 20 Minuten!”

Marge: „Hätte ich nur nicht die nordkoreanischenSchicksalsplätzchen serviert.

Da waren nur Beleidigungen drin; Du bist ein Feigling. Niemand will so was hören, nach einem schönen Essen!”

Homer: „Man kann sich nicht dauernd Selbstvorwürfe machen; höchstens ein Mal, dann geht das Leben weiter.”

Marge: „Weißt du, wer das echte Opfer dieser Trennung ist?! Milhouse!”


Im Schulbus:

Milhouse sieht betrübt aus dem Fenster. Bart weiß nicht so recht, was er seinem besten Freund sagen soll, als sich Nelson hinzu gesellt.

Nelson: „Hey, van Houten! Ich hab’ gehört, deine Eltern trennen sich!”

Milhouse: „Sagst du etwa gleich wieder Ha-ha?!”

Nelson setzt sich auf die Bank zu ihm.

Nelson: „Wie kommst du darauf, nein! Mein Dad hat meine Mom verlassen, als die von Hustenbonbons abhängig wurde. Zum Schluss war ihr Atem so frisch, dass sie eigentlich gar nicht mehr richtig meine Mutter war!”

Milhouse: „Oh! Oh ... na ja! Da bin ich ja doch nicht so allein!”

Kearny: „Och, das ist herrlich! Meine Scheidung hat meinem Sohn schon zugesetzt, aber jetzt ist der drüber weg.”

Kearny’s Sohn: „Jetzt schlaf ich in einer Schublade!”


Im Haus der van Houtens:

Während Louann die Sachen von Kirk in einem Karton einpackt, versucht Marge, ihr beizustehen.

Marge: „Ich muss sagen, Louann, wie du damit fertig wirst, ist wirklich bewundernswert!”

Louann zündet den Karton an, in dem Kirks Habseligkeiten drin sind.

Louann: „Ab sofort kannst du alles vergessen, was du angeblich jemals von Louann van Houten gewusst hast!”

Marge: „Naja, Louann, eigentlich weiß ich überhaupt nichts von dir!”

Louann: „Vergiss es, sie ist weg! Verdufto, kabumm! Ich fang ein neues Leben an, leb’ wohl!”


Im Casa Nova, einem Single-Wohnheim:

Hier hat sich Kirk vorübergehend einquartiert. Homer ist auf ein Bier bei ihm. Kirk: „Allein leben ist einfach wunderbar, Homer! Ich kann tun und lassen, was ich will. Heute habe ich ein Bier im Badezimmer getrunken.”

Homer: „In dem am Flurende?”

Kirk: „Ja, und noch was ganz Tolles: Man hat sein eigenes Bett. Sieh nur, ich schlafe in einem Rennwagen, du nicht!”

Homer: „Ich schlafe in einem großen Bett mit meiner Frau.”

Kirk: „Oh. Ja.”

Da klopft es an der Tür. Draußen steht eine Gruppe Mitbewohner.

Mitbewohner: „Hallo, Kirk!”

Kirk: „Oh, mein Junge! Was ist denn los, feiert ihr ne’ Gartenparty?”

Mitbewohner: „Nein. Ein Opossum ist im Pool ertrunken, hast du vielleicht ne’ Mülltüte?”

Kirk: „Ach, wirf es einfach über den Zaun; sollen die im Restaurant sich damit rumärgern.”

Kirk schließt seine Wohnungstür.

Kirk: „Das war Jerry. Der hat einen guten Posten in dem Nähbedarf- Laden, unten an der Straße.”

Homer: „Vielen Dank, das du mich ihm vorgestellt hast.”

Kirk: „Ach, keine Sorge, Homer, du kennst doch mich! Immerhin bin ich so was wie ein Superstar in der Keksfabrik.”


In der Keksfabrik:

Kirk wurde zum Manager gerufen.

Kirk: „Sie wollen mich entlassen?!”

Manager: „Kirk ... Kekse sind ein Familienessen. Für glückliche Familien. Vielleicht essen auch Alleinlebende Kekse, das wiss en wir nicht. Ehrlich gesagt ... wollen wir’s auch nicht wissen. Wir können auch ohne sie leben.”

Kirk: „Das war’s dann also, nach 20 Jahren; viel Glück, leb’ wohl?!”

Manager: „Viel Glück habe ich sicher nicht gesagt.”


Im Haus der van Houtens:

Milhouse rast in seinem Minicar herum und fährt dabei sämtliche Möbel zu Schrott.

Milhouse: „Und der Gewinner im Milhouse-500-Meilen-Rennen is t ... Milhouse!!”

Louann: „Milhouse! Willst du wirklich mit dem Wagen hier drinnen herumfahren?!”

Milhouse: „Ja-haa!”

Louann: „Okay! Aber sei vorsichtig, mein geliebter Mäuseschatz!”

Es klingelt an der Tür, Louann, macht auf.

Louann's neuer Freund kommt herein und hebt Louann in die Luft.

Chase: „Hach, du hast mir so gefehlt, Lulu!”

Louann: „Hahaha, Chase! Aber das waren doch nur drei Stunden!

Bart: „Wer ist Chase?!”

Milhouse: „Naja, das ist Mom’s neuer Freund.”

Bart:(geht zu Chase) „Hey, ich kenne Sie aus 'Amerikanische Gladiatoren'. Sie sind Pyro!”

Chase: „Nur am Wochenende. Während der Woche bin ich nur ein ganz gewöhnlicher Durchschnitts-Stuntman.”

Bart: „Wirklich??”

Chase: „Na, los, zertrümmere den Stuhl an mir!”

Bart holt aus und zerdrischt das Möbelstück locker an Chase’ Rückgrat.

Bart: „Oh Mann, danke!!”

Chase: „Okay, Jungs, ich muss gehen. Komm, Lulu, rollen wir los!”

Die beiden steigen in ein überdimensioniertes Hamsterrad ein und rollen los, die Straße entlang.


Im Haus der Simpsons:

Homer nimmt entspannt ein Bad und ahnt nichts Böses. Diese Gelegenheit macht sich Bart zunutze, um den eben erprobten Stunt an seinem Vater auszuprobieren. Also holt er mit dem Stuhl aus und zerdrischt ihn auf dem Rücken seines Vaters.

Homer: „Ahhh-au! Auu! Ah, au, au ahh! Was ist denn auf einmal mit dir los?!”

Bart: „Okay, Dad, entschuldige! Das ist ein ganz normaler Durchschnitts-Stunt.”

Er verlässt das Badezimmer. Marge meldet sich von unten.

Marge: „Homer, beeil dich!”

Homer: „Wozu?!

Marge: „Hast du das vergessen?! Louann und Chase wollten uns zu so einem Psychologen-Vortrag mitnehmen.”

Homer: „Ich hab’ keine Lust, dahin zu gehen!”

Marge: „Du hast gesagt, du kämst mir zuliebe mit.”

Homer: „Ach was, so was würde ich doch niemals sagen!”

Marge: „Na schön, dann gehe ich eben ohne dich.”

Homer: „Okay, ich liebe dich!”


In Moe’s Kneipe:

Homer trifft auf Kirk.

Kirk: „Homer! Darf ich dir meine neue Herzensdame vorstellen? Das ist Starla!”

Starla: „Kannst du mir mal die Wagenschlüssel geben, Liebster? Ich möchte die Perücke wechseln.”

Kirk: „Ah, okay!”

Er gibt sie heraus, und Starla verschwindet.

Kirk: „Starla arbeitet vorübergehend bei Radiowelle 530. Sie will mir helfen, meine Gesangskarriere zu starten.”

In dem Moment quietschen die Autoreifen.

Kirk: „Mein Wagen!”

Er und Homer stürmen nach Draußen und sehen noch, wie Starla eine Kassette wegwirft und davon rast.

Kirk: „Oh, meine Demokassette!”

Homer: (schaut sie sich an) „Könnt ihr mir Mitgefühl leihen?! Hahahaha, könnt ihr mir Mitgefühl leihen, hahahaha! Und da ist auch noch ein Foto von dir drauf, hahahaha!”

Kirk: „Keine Hemmungen, Homer, lach mich nur aus!”

Homer: „Das hab’ ich doch schon.”

Die beiden Männer setzen sich auf den Bürgersteig.

Kirk: „Weißt du, warum das jetzt alles passiert?! Weil ich meine Ehe zu lässig genommen habe! In zwölf Jahren habe ich Louann nicht einmal bei der Hausarbeit geholfen.”

Homer: „Ohje, das muss man schon machen!”

Kirk: „Zumindest hätte ich mich für sie in Form halten können.”

Homer: „Um deiner selbst willen auch!”

Kirk: „Und ich hätte ihr auch wenigstens das Gefühl geben sollen, das sie was Besonderes ist.”

Homer: „So was darf nicht nur eine sexuelle Beziehung sein.”

Kirk: „Mein Gott, war ich egozentrisch! Kein Wunder, das ich es nicht hab’ kommen sehen! Tja, aber so ist das nun einmal. Heute kocht dir deine Frau dein Lieblingsgericht, und morgen taust du dir ein Würstchen in einem Tankstellenbecken auf.”

Homer: „Oh, das ist nicht so einfach. So etwas wird mir bestimmt nie passieren!”

Kirk: „Woher willst du das denn wissen?! Wieso haltet ihr euch für was Besonderes?!”

Homer: „Tja, weil Marge und ich etwas gemeinsam haben, das niemals zerbricht: Und zwar eine unheimlich starke eheliche Bindung, aufgebaut auf solider Routine!”


Im Haus der Simpsons:

Homer: „Marge, ich bin wieder da! Wo streckst du?! Alles in Ordnung? Es riecht ja gar nicht nach Essen!”

Am Kühlschrank findet er einen Notizzettel.

Homer: (liest vor) „Lieber Homer. Zu schade, das du heute nicht mitkommen wolltest! Ich habe dir ein paar Hot Dogs zum Essen hingelegt. Sie liegen zum Auftauen in der Spüle!!”

Homer bekommt daraufhin einen Schreianfall.

Betrübt vom plötzlichen Eheschock stochert Homer mit einem Würstchen in einem Senfglas herum. Das Licht geht auf einmal an, und Lisa kommt in die Küche.

Lisa: „Hallo, Dad! Was machst du da? Es sind doch noch Brötchen im Schrank.”

Homer: „Lisa, warte! Ich weiß, du bist erst 8, und ich möchte dich auch nicht unter Druck setzen aber du musst unbedingt unsere Ehe retten!”

Lisa: „Oh! Okay. Darf ich aufbleiben??”

Homer: „Einverstanden.”

Die beiden Simpsons setzen sich an den Küchentisch.

Homer: „Wie du mitgekriegt hast, wurde in letzter Zeit viel über Scheidungen geredet, und ich habe das Gefühl, das deine Mom nicht allzu glücklich mit mir ist.”

Lisa: „Du hast in all den Jahren ziemlich viel Blödsinn gemacht, und sie hat zu dir gehalten. Warum sollte sie dich jetzt verlassen?”

Homer: „Weil ich noch mehr Blödsinn gemacht habe, wovon sie nichts weiß!”

Lisa: „Meinst du etwa deinen Pokerschuppen, draußen im Sumpf?”

Homer: „Hm-mmm.”

Lisa: „Das weiß sie.”

Homer: „Oh, ich habe geahnt, das es soweit kommt! Unsere ganze Ehe hat schon mit dem falschen Fuß angefangen.”

Homer erinnert sich daran zurück, wie er Marge in einem abbruchreifen Spielcasino das Ehegelöbnis gab.

Standesbeamter: „Geliebte im Herrn. Wir haben uns hier versammelt im Angesicht Gottes und dieses Casinos um ...”

Homer: „Homer”

Standesbeamter: „... und ...?”

Marge: „Marge”

Standesbeamter: „... im Bund der Ehe zu vereinen. Kraft meines Amt es, das mir von der Staatlichen Glücksspiel-Kommission verliehen wurde, erkläre ich euch zu Mann und Frau. Hier sind Chips im Wert von 10 $ - Sie dürfen die Braut küssen.”

Homer und Marge küssen sich. Wenig später sitzen sie auf einem Straßen-Rastplatz, wo Homer einen frisch gekauften Kuchen heranholt.

Homer: „Na, siehst du! Man muss nicht unbedingt ein Vermögen ausgeben für eine erstklassige Hochzeitsfeier!”

Er öffnet die Schachtel und zum Vorschein kommt ein Kuchen mit der Aufschrift "Für einen Blau-Wal einer Frau".

Marge: „Haach, du legst überhaupt keinen Wert mehr darauf, mir eine Überraschungsparty zu geben, bei der all meine Freunde aufspringen!”

In diesem Augenblick fährt ein LEVI’S-Laster vorbei.

Homer: „LEVIS! Hey, glaubst du, der Lastwagen ist voll mit Jeans?”

Marge lässt geknickt den Kopf hängen, und mit diesem Eindruck verblasst Homer’s Erinnerung.

Lisa: „Es ist ein Glück für dich, das du Mom hast!”

Dann steht sie auf und geht.

Homer: „Soll das dein guter Rat sein?! Ab ins Bett!”

(Am nächsten Morgen im Schlafzimmer der Simpsons)

Homer: „Guten Morgen! Weißt du, Marge, ich habe nachgedacht, wie sehr es dich freut, das du so viele Interessen hast. Darum bin ich sofort zu dem Theater rübergegangen, wo du gestern warst, und habe Eintrittskarten für die ganze Saison gekauft. Hier ... "Gemischte Chöre". Hey, das ist ganz bestimmt amüsant! Oder hier, "Ein Abend mit Philipp Glace". Was, nur ein Abend?! "Stimmen der älteren Generation" ... oh, hmm ...”

Marge: „Homie, das finde ich ja sehr nett von dir, aber ich möchte lieber noch ein bisschen schlafen.”

Homer: „Aber ja, mein Schatz! Ich werde dich mit sanften Ozean-Geräuschen in den Schlaf wiegen: hui, hui, hui. Krah, krah, krah! Argh, Obermaat!”

Mürrisch zieht sich Marge die Decke über den Kopf.


Im Frisörladen Perm Bank:

Marge lässt sie dich Haare frisieren. Da schleicht sich Homer an, um den Frisör abzulösen und selbst Hand an Marge’s Haar zu legen.

Marge: „Armando, finden Sie nicht, das Sie in bisschen viel abschneiden ... waaah! Hey, Homer, was machst du da?!”

Homer: „Ich wollte dich überraschen mit einer aufregenden Sommerfrisur. Wie viele Männer machen das für ihre Frauen?!”

Marge: „Nicht eine, weil sie einfach viel sensibler sind!”

Homer: „Uhh, du bist verärgert! Dann verpasse ich dir eben einen schicken Madonna-Haarschnitt!”

Marge: „Hmm ... Homer, ich will dich nicht 24 Stunden am Tag um mich haben; ich bin eine erwachsene Frau und kann mich um mich selbst kümmern. Würdest du jetzt gefälligst verschwinden!”

Betrübt legt Homer die Schere beiseite und geht nach Draußen.

Homer: „Ohh, ich habe alles nur noch viel schlimmer gemacht! Ein paar ungeschickte Gesten können 10 Jahre Vernachlässigungnicht wieder gutmachen. Marge braucht jemanden, der es versteht sie richtig zu behandeln. Sie hat es verdient, noch mal von vorn anzufangen.”


Im Rathaus von Springfield:

Homer stellt sich beim Büro für Heiratsangelegenheiten an und kommt prompt an die Reihe.

Homer: „Tut mir leid, ich möchte ... die Scheidung einreichen.”

Angestellte: (zückt ein Formular) „Tja, so was kommt vor – 8$!”


Im Haus der Simpsons:

Marge und die Kinder kommen aus der Stadt zurück.

Marge: „Nur drei Löcher in den Zähnen, Bart! Das ist dein bisher bestes Untersuchungsergebnis. Darum gibt es jetzt auch dein Lieblingsessen – Hähnchen mit Zuckerguss.”

Als sie die Einkaufstüte abgestellt hat, tönt eine Stimme aus dem Esszimmer.

Homer: „Marge ... könntest du mal herkommen? Wir müssen miteinander reden!”

Verwundert verlässt Marge die Küche. Als sie das Esszimmer betritt und das Licht einschaltet, wird sie über alle Maßen überrascht: All die Freunde, die auch schon zur Dinnerparty eingeladen waren, empfangen sie samt ihrer zwei Schwestern, Mutter und Schwiegervater in einem festlichen Ambiente. Homer tritt schließlich nach vorn und geht vor seiner Frau in die Knie.

Homer: „Marge ... möchtest du mich heiraten?”

Marge: „Aber wieso, bin ich schwanger??”

Homer: „Nein. Es soll unsere zweite Hochzeit sein, Schatz. Unsere Erste war so primitiv, dass ich das wiedergutmachen möchte, ich liebe dich von Herzen!”

Marge umarmt ihren Homer.

Marge: „Hach Homie! Ich weiß, das du mich liebst, wir müssen nicht noch mal heiraten!”

Homer: „Aber ja doch, wir sind heute Nachmittag geschieden worden!”

Marge blickt auf das Scheidungsformular und ist schockiert.

Marge: „Waaas?!”

Homer: „Ich will keine aufgemotzte Hochzeit, wie sie oft im Fernsehen gezeigt werden. Lieber normal, aber echt. Unsere Ehe soll von Anfang an völlig harmonisch verlaufen, und nicht so enden wie von Kirk und Louann!”

Marge: „Nein, das ganz bestimmt nicht!”

Wenig später ist die Zeremonie.

Reverend Lovejoy: „Geliebte im Herrn.”

Homer: „Halt! Ich möchte noch einmal kurz das Junggesellenleben genießen.”

Eifrig kratzt er sich am Hintern und rülpst herum.

Homer: „Okay, alles klar!”

Reverend Lovejoy: „Ich werde nun die Ehegelöbnisse verlesen, die Homer zu diesem Anlass persönlich aufgesetzt hat: Willst du, Marge, deinen Homer in Reichtum wie in Armut – Armut ist unterstrichen, trotz Impotenz oder Überpotenz, in stiller Einsamkeit oder im Sturm über der Alkali-Ebene in einem düsengetriebenen, von einem Affenpiloten gelenkten ... das geht ja immer so weiter!”

Homer: „Das spielt keine Rolle. Alles, was ich wissen möchte ist: Ob du mich noch mal zum glücklichsten Menschen auf der Welt machen willst!”

Marge: „Jaa, ich will. Aber Homie, selbstverständlich will ich das!”

Homer: „Nun komm’ schon, du dummer Ring!”

Dann sitzt der Ring endlich auf Marge’s Finger.

Reverend Lovejoy: „Kraft des mir verliehenen Amtes erkläre ich euch hiermit zu Mann und Frau! Bitte!”

Und so fallen sich Marge und Homer in den Arm, und küssen Anschließend feiert man.

Marge: „Ach, das war wirklich die wunderbarste Hochzeit, die man sich vorstellen kann! Du hast sogar ne’ fetzige Rock’n’Roll-Band aufgetrieben!”

Sänger: „Okay, Freunde, wer mag die Doobie Brothers? Wir haben wir einen von ihnen!”

Und so hauen die vier Musiker in die Tasten. Marge und Homer sowie die Flanders und Hibberts tanzen dazu.

Marge: „Was für ein wundervoller Abend! Eine zauberhafte Idee für zwei Menschen, ihre Liebe wieder aufzufrischen!”

Das hat Kirk vernommen.

Kirk: „Marge hat Recht.”

Er wendet sich an die Hochzeitsgäste und die Rock’n’Roll-Band.

Kirk: „Entschuldigt Leute, aber ich möchte euch etwas sagen. Würdet ihr bitte einem Verliebten einen Gefallen tun?”

Er übergibt ein Blatt Papier an die Band.

Musiker 1: „Natürlich!”

Musiker 2: „Klar doch!”

Musiker 3: „Deswegen sind wir doch hier!”

Die Musiker schauen sich an, welches Lied Kirk haben möchte, und spielen dann „Könnt ihr mir Mitgefühl leihen?”

Kirk singt leidenschaftlichsein Lied vor, und erweckt zumindest für einen Moment die Aufmerksamkeit seiner Ex-Frau. Also fasst er sich ein Herz.

Kirk: „Na, was meinst du, Louann? Willst du mich auch noch mal heiraten??”

Louann: „Ich denk’ ja nicht dran!”

Kirk: „Ohh! Naja. Darf ich dann wenigstens meine Hemden wiederhaben?!”

Chase: „Schluss jetzt, du hast gehört, was die Lady gesagt hat! Verzieh dich lieber nach draußen; los, ab mit dir!”

Chase setzt Kirk kurzerhand vor die Tür.

Kirk: „Äh ... ich komm’ wieder ... ganz ... ganz bestimmt!”

Ende


Information:

Diese Capsule wurde von Thomas B. erstellt und von Neddie vollständig überarbeitet